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Mae Hong Son und Umgebung (Thailand) 20.01-22.01.18

Vom kleinen Pai geht es weiter ins ebenfalls nicht große und noch weniger touristisch geprägte Mae Hong Son.

Aufgrund seiner geografischen Lage war die gesamte gleichnamige Provinz Mae Hong Son lange, lange Zeit eine der abgelegensten Gegenden Thailands, was uns Naturfreunden natürlich ein Paradies verspricht - von einem wahren Mekka, für alle die ursprüngliche Berglandschaften und spektakuläre Ausblicke zu schätzen wissen, ist da die Rede.

Die geografische Lage ist auch der Grund, warum trotz nur 100 km-Entfernung zwischen Pai und Mae Hong Son ein Hotelwechsel Sinn macht - aufgrund des bergigen Terrains benötigt man mit dem Auto für die kurze Strecke schon so 2 1/2 bis 3 Stunden.

 

So, und dann nehmen wir euch mal mit in die Idylle von Mae Hong Son:

 

Insbesondere bei Motorradfahrern ist der sogenannte "Mae Hong Son-Loop" sehr beliebt.

Von Chiang Mai aus geht es über Mae Hong Son und Pai zurück nach Chiang Mai - auf einer heftigen Bergstrecke mit insgesamt 1864 (!) Kurven.

Auch hierfür gibt es, wie schon in Pai für die Strecke dort hoch, natürlich T-Shirts zu kaufen, auf denen man stolz davon berichtet, die 1864 Kurven bewältigt zu haben.

 

Wir sind diesen Loop gegen den Uhrzeigersinn gefahren, die meisten fahren ihn im Uhrzeigersinn.

 

So oder so... - das eher verschlafene Städtchen Mae Hong Son ist für viele der Loop-Bewältiger nur Durchgangsstation.

Schade eigentlich! Wir können nach unseren 3 Tagen in Mae Hong Son sagen: sie verpassen was!

 

Die kleine Stadt, deren Namen übersetzt in etwa heißt "Stadt des ganzjährigen Nebels" (wir hatten allerdings keinen Nebel im Gegensatz zum häufigen Nebel in Chiang Rai und Umgebung), liegt sehr schön in einem Tal - ringsum umgeben von bewaldeten Bergen.

Im Zentrum ruht ein kleiner See. In seinem Wasser spiegelt sich die an seinem Ufer gelegene doppelte Tempelanlage wunderschön wieder.

Allabendlich findet rund um den See der kleine, aber angenehme Nachtmarkt statt.

 

Die beschauliche Atmosphäre und die beschriebene landschaftliche Lage... - irgendwie erinnerte uns Mae Hong Son an unsere 11 Jahre in Freiburg, bzw. dem Schwarzwald:

Auch in Sachen Tempelanlagen lässt sich direkt in Mae Hong Son einiges entdecken.

Wir haben uns an einem unserer Tage zwei der im Resort kostenlos zur Verfügung stehenden Fahrräder geschnappt und die Tempel in der Stadt abgegrast.

 

Unser Resort lag vielleicht 3 km oberhalb des Stadtzentrums. Was bergab ein reiner Spaß mit dem Fahrrad war, wurde auf dem Rückweg zu einer kleinen Herausforderung. Mein Fahrrad hatte keine funktionierende Gangschaltung und so musste ich vereinzelt tatsächlich das Fahrrad schieben - keine Chance fahrend hoch zu kommen...

 

Egal, die Tempel-Tour durch Mae Hong Son bescherte uns schöne Impressionen:

 

Die Points of Interest direkt in der Stadt kann man sicherlich an einem Tag bewältigen, aber auch das recht nahe Umland bietet einiges:

Su Tong pae brücke

Wie schon in Pai stießen wir auch in Mae Hong Son auf einen Bambus-Weg über Reisfelder hinweg.

 

Die Su Tong Pae Bridge liegt wenige Kilometer außerhalb des Ortskerns.

Sie ist deutlich kürzer als die in Pai, aber dafür hatten wir das Glück, dass hier im Gegensatz zu Pai die Reisfelder einen schönen, satt grünen Anblick boten.

Zudem liegt eine ganz nette, kleine Tempelanlage entlang der Brücke.

 

Und genau an dieser Tempelanlage beginnt auch erst die eigentliche Bambus-Brücke. 

Der erste Abschnitt hinab bis zum Tempel besteht noch nicht aus Bambus, sondern führt über etwas holprige, sprich etwas unangenehm zu begehende, Holzpfade und -treppen.

 

Und weil die Su Tong Pae Brücke eben eigene Eindrücke vermittelt, können wir sie auch all jenen empfehlen, die den Bambusweg in Pai schon gelaufen sind und nun vielleicht denken: "Ach, ist doch bestimmt auch nicht anders als in Pai - kann ich mir schenken!"...:

Moo Ban RAk Thai

Nicht sonderlich spektakulär, aber einen kleinen Zwischenstopp doch wert, ist das chinesische Dorf Moo Ban Rak Thai, das in nächster Nähe zur Grenze nach Myanmar idyllisch an einem kleinen Bergsee gelegen ist und seinen chinesischen Hintergrund kaum verleugnen kann:

Pang Oung Roum Thai lake

Wunderschön gelegen ist der Stausee Pang Oung Roum Thai.

An seinem Ufer kann man eine Weile sitzen und die Ruhe genießen oder sich sogar auf einem Floß über den See schippern lassen (Hey, und es hat sogar Nurdach-Häuser da, genau wie unseres daheim (nur kleiner)):

Ja, und unterwegs lässt sich ohne Weiteres hier und da ein besonderes Plätzchen finden, wie jenes kleine Café, gelegen an der Landstraße 1095, nicht weit außerhalb von Mae Hong Son, indem man wunderschön am Rande von Reisfeldern und Bergen sitzt.

Schon allein für den Ausblick ist ein Stopp fast Pflicht:

Fazit:

Wer zwischendurch mal ein wenig Ruhe sucht, der ist ohne Frage und ohne sofort aufkommende Langeweile für ein paar Tage in Mae Hong Son prima aufgehoben.

 

Da wir zudem in Mae Hong Son die bis hierhin schönste Unterkunft auf unserer Reise hatten (siehe Rezension und Link unter der Kategorie Sleep!), kamen die Tage in Mae Hong Son für uns nach zuvor 3 Wochen mit tagtäglich gut gefülltem Tagesprogramm gerade recht...

 

Frisch gestärkt geht es nun für eine Woche in die wuselige Großstadt Chiang Mai...

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