· 

Taiping & Penang (Malaysia) 11.02-20.02.18

taiping

Das Kapitel Taiping ist schnell abgehakt...

Was nicht heißen soll, dass Taiping keinen Zwischenstopp wert ist...

 

Nein, einfach deshalb schnell abgehakt, weil wir tatsächlich ausnahmsweise mal den Großteil unserer nur 2 Tage vor Ort am Pool verbracht haben!

Ja, tatsächlich... - sonst gar nicht so unsere Art...

 

Im Novotel kostete die Nacht fast exakt 40 Euro - inkl. einem wirklich gigantischen Frühstücksbüffet und einem großen Pool, den wir an beiden Tagen mehr oder weniger für uns hatten:

 

Und da machte es einfach Spaß und Sinn so...

Im Schatten sitzend haben wir fleißig gearbeitet, was in so einem Freiluft-Ambiente aber wirklich Spaß machte und zwischendurch ging es immer wieder für eine kleine Pause und Abkühlung eine Runde zum Schwimmen in den wohltemperierten Pool...

 

Ja, inzwischen hatten wir in Sachen Blog und Vlog ordentlich Rückstand... Jetzt, nach den 2 Tagen in Taiping am Pool, sind wir tatsächlich fast wieder up to date...

 

Einen Anziehungspunkt in Taiping haben wir aber doch angesteuert...

Taiping lake garden

Eine weitläufige, grüne Oase inmitten der Stadt ist der Taiping Lake Garden.

Unseres Wissens nach die älteste Parkanlage des Landes - eingeweiht schon 1880!

Ursprünglich war das Gelände ein Mienen-Gelände - schon vor fast 150 Jahren kam man am Ende der Nutzbarkeit der Miene auf die pfiffige Idee das Gelände weitgehend zu fluten und so ein Parklandschaft entstehen zu lassen.

Bis heute kann man den Initiatoren aus dem 19. Jahrhundert nur danken, denn auch heute noch ist der Taiping Lake Garden wirklich schön!

Obwohl künstlich angelegt, wirkt das Ganze sehr ursprünglich und natürlich und wird auch von der Tierwelt gut angenommen.

Wir sind einen ganzen Nachmittag durch diesen schönen Park flaniert:

penang

Aber jetzt zur Insel Penang...

 

Was wäre eine Südostasien-Reise ohne Meer, Traumstrände, Schnorcheln und Inselfeeling!?

Hm, für uns zumindest ein unvollständiges Reise-Erlebnis!

 

Ja, und so wird es nach gut der Hälfte unserer drei Monate in Thailand & Malaysia allerhöchste Zeit für Insel-Urlaub!

In den 12 Wochen haben wir dafür gut 2 Wochen in Malaysia und ganz zum Schluss etwas über 2 Wochen in Thailand eingeplant.

 

Erste von zwei Insel-Stationen in Malaysia ist die Insel Penang.

Natürlich gibt es auf Penang auch schöne Strände, aber beliebt und bekannt ist Penang vor allem auch durch seine Regenwald-Gebiete und die Stadt Georgetown mit ihrem Multi-Kulti-Flair, Street Art an jeder Ecke und einer üppigen Restaurant-Szene...

 

Grrrr.... - so weit die Theorie...

Was soll ich sagen, was soll ich schreiben... - irgendwie ist hier in Malaysia ein wenig der Wurm drin bei uns...

Penang... - keine Insel für inselfeeling

Im einleitenden Satz oben schrieb ich von Meer, Traumständen, Schnorcheln und Inselfeeling...

Und von Penang als erste Insel zur Erfüllung all dieser Urlaubsträume...

 

Aber das kann ich vorweg nehmen: Penang ist für diese 4 Aspekte ungeeignet!!!

Wenn ihr diese Dinge sucht, dann bleibt weg von Penang!

 

Warum!?...

Nun, das ist recht schnell erklärt:

 

Inselfeeling will einfach nicht aufkommen, weil das Meer optisch wenig präsent ist - die Küstenlinien sind komplett, sorry, zugeschissen mit Hotel- und Apartment-Hochhäusern.

Das Ganze erinnert an die schlimmsten Bausünden-Flecken an der spanischen Küste.

 

Man sieht kaum einmal das Meer, aber dafür steht man allenthalben und überall und jederzeit im Stau.

Verkehrschaos wie in einer Großstadt... - da kommt für uns kein Inselfeeling auf.

 

Wenn man dann doch einmal über einen Zugang zum Meer stolpert, dann kommt man nicht umhin anzuerkennen, dass die Strände eigentlich gar nicht mal schlecht aussehen!

Hurra!?... Also doch ein Grund zum Jubeln in Sachen Urlaub am Meer auf Penang!?... - Nein, weit gefehlt!!!

 

Im Wasser tummelt sich nämlich niemand! Ja, richtig gelesen - so gut wie niemand!

Grund: Das Wasser ist (auch wenn man es optisch gar nicht so wahrnimmt) sehr verschmutzt und es wimmelt fast überall von gefährlichen Würfel-Quallen!

Zur Info: Das Nesselgift der Würfel-Quallen gehört zu den stärksten Giften im gesamten Tierreich und kann auch erwachsene Menschen töten! Da die Würfel-Quallen zudem sehr klein sind und trotzdem Tentakel von durchaus 3 Meter Länge (!) haben, ist es in der Regel schon zu spät, wenn man sie optisch wahrnimmt - das Unglück hat dann schon seinen Lauf genommen!

 

Baden im Meer mithin also ausgeschlossen und damit letztlich auch ein Sonnentag am rein optisch ja eigentlich schönen Strand!

Na ja, oder könnt ihr euch bei 35 Grad stundenlang am Strand direkt in die Sonne legen (Schattenplätze sind eher Fehlanzeige) ohne die Option zwischendurch zur Abkühlung mal ins Meer zu springen!?? - Nee, oder!? Wir auch nicht!

 

Schnorcheln wäre wegen der Quallen-Gefahr letztlich auch nur allenfalls mit Ganzkörper-Anzug und Schwimmschuhen möglich, aber so etwas haben wir natürlich nun wirklich nicht auch noch mitgeschleppt.

Schnorcheln fällt auf Penang also auch aus.

 

Staus wie in der Großstadt, kein Baden am Meer, kein ausgiebiges Liegen am Strand, kein Schnorcheln - von Inselfeeling und Strandurlaub bleibt da nicht viel oder besser gesagt rein gar nichts übrig...

 

Halt, je nach Typ gäbe es ja noch die Option Fun-Wassersport!

 

Also, ich meine jetzt leider nicht Surfen... Gott, was würde ich gerade für einen Tag mit dem Surfboard auf dem Wasser geben...

 

Nein, mit Fun-Wassersport meine ich primitive, aufdringliche und umweltschädliche Wassersport-Akitivitäten wie mit Jet Ski umher heizen oder sich dämlich auf einer Gummi-Banane von einem Motorboot übers Meer ziehen lassen...

Derlei Schrott ist auf Penang gut möglich, an manchen Orten sollen Angebote und Aktivitäten dieser Art geradezu allgegenwärtig sein.

Aber für uns sind derlei fragliche "Vergnügen" rein gar nichts!

 

Penang... - wieder Pech mit der unterkunft...

Unglücklicher Weise haben wir unsere Unterkunft auch noch ausgerechnet an so einer Ecke der Insel gebucht - im nordwestlich gelegenen Batu Ferringhi.

Hier liegt der bekannteste und beliebteste Strand von ganz Penang - aber auch dieser Strand ist nicht zum Baden oder Schnorcheln geeignet, alternativ glänzt er mit den eben beschriebenen fragwürdigen Aktivitätsangeboten gleich dutzendweise...

Also - kein Strand für uns!

 

Schon vor den ersten Schritten in unsere gebuchte Unterkunft kamen also zumindest Zweifel an der Lage auf...

 

Batu Ferringhi liegt, wie gesagt, im Nordwesten der Insel, Strandurlaub in Batu Ferringhi schloss sich aus und zu allem Überfluss hat der Ort auch noch eher Ballermann-Ambiente (auch wenn er mitunter als Beverly Hills von Penang bezeichnet wird - man, die Leute kommen aber auch auf aberwitzige Vergleiche!).

7 Tage Batu Ferringhi... - das klang nach den ersten Eindrücken gar nicht mehr gut.

Wir müssten wohl jeden Tag mehrfach Uber oder Grab bemühen und uns in andere Ecken der Insel fahren lassen...

Aber... Aber aufgrund des konstant zähflüssigen Verkehrs muss man z.B. 45 bis 60 Minuten pro Tour rechnen um in die im Nordosten liegenden Insel-Hauptstadt Georgetown mit all ihren Einkaufszentren, Restaurants, Tempeln, Street Art-Flecken u.s.w... zu gelangen...

 

Na ja, immerhin... - gebucht hatten wir eine Suite mit eigenem Balkon u.s.w....

Zumindest in der Unterkunft dürfte man sich ganz gut aufhalten können...

 

Per Definition ist eine Suite "eine durch Türen verbundene Reihung mehrerer Räume mit hohem oder sogar luxuriösem Standard"!

Und was haben wir bekommen!? - Ratet mal... -

Ein stinknormales Zimmer (nur ein Zimmer!) mit durchaus guter, aber bestimmt nicht hoher oder gar luxuriöser Ausstattung und einem dünnen Schlauch von Balkon (ungefähr Breite eines Stuhls und so standen auf dem Balkon ein kleiner Tisch und einander gegenüber zwei Stühle), der nicht etwa von unserer "Suite" abging, sondern vom Flur, von dem neben unserem Zimmer noch zwei weitere Zimmer abgingen - einem Gemeinschaftsbalkon, oder besser Gemeinschaftsbalkönchen, also!

 

Nach einer kurzen Denkpause am Strand sind wir zurück zur Unterkunft und haben den Sohn der Besitzerin (die Besitzerin selbst weilte gerade in Deutschland) erst einmal gefragt ob er uns vielleicht aus Versehen das falsche Zimmer gegeben habe.

Es keimte kurz Hoffnung auf als er sofort sagte: "Oh, das kann sein!" Vielleicht sollten sie im Dachgeschoss untergebracht werden..."

Ich ging mit ihm hinauf ins Dachgeschoss. Aber auch dort zeigte er mir ein stinknormales Zimmer!

 

Es folgten mehrere Telefonate mit der Besitzerin in Deutschland, die schlussendlich zugab, dass von einer Suite nicht die Rede sein könne. Der Fehler freilich würde bei booking.com liegen - sie habe alle Informationen, inkl. Fotos, dorthin übermittelt und booking.com habe dann die Formulierung "Suite" gewählt.

Anyway - mit einigem Nachdruck konnte ich sie dazu bewegen eine kostenlose Stornierung zu akzeptieren (sonst hätten wir für die Hälfte der 7 Tage zahlen müssen).

 

Kleine Ergänzung am Rande:

Gerade heute, 5 Tage später, ging von booking.com eine E-Mail ein, in der man mich ob meiner Beschwerde noch um etwas Geduld bittet - man müsse den ganzen Sachverhalt noch weiter prüfen und werde ggf. der Unterkunft untersagen weiterhin von einer Suite zu sprechen, denn diese Wortwahl läge in der Verantwortung des Vermieters und nicht in der Verantwortung von booking.com!

Tja, wer sagt da jetzt wieder einmal die Wahrheit!?...

 

Auf jeden Fall saßen wir nun nach den Cameron Highlands schon zum zweiten Mal hier in Malaysia in einer gebuchten Unterkunft, waren nachhaltig unzufrieden und machten uns auf die Suche nach einer spontanen Alternativ-Lösung!

Immerhin - diesmal mit dem Vorteil der kostenlosen Stornierung.

Nervig war das Ganze natürlich trotzdem...

 

Zwischenzeitlich kam tatsächlich schon der Gedanke auf Malaysia einfach früher zu verlassen und früher zurück ins so lieb gewonnene Thailand zu kehren.

Doch mal so eben einfach und halbwegs kostenneutral wäre das gar nicht möglich... -

Erstens hatten wir ja schon für eine Woche eine Unterkunft auf Langkawi und die Flüge zurück nach Thailand für Ende Februar gebucht - stornieren oder umbuchen... - es wären wieder Kosten entstanden...

Zweitens darf man sich mit kostenlosem Visa nur einen Monat in Thailand aufhalten - diesen einen Monat erfüllen wir aber schon ohne frühere Rückreise mit unseren geplanten Wochen im März...

Früher schon zurück nach Thailand war also keine wirkliche Option!

 

Was blieb als Lösungsansatz!?... - Eine neue, eine bessere Unterkunft an einem anderen Ort auf Penang finden und so zumindest halbwegs das Beste aus dem eher blöden Penang holen und dann natürlich hoffen, dass zum Malaysia-Abschluss auf Langkawi alles wieder besser werden möge...

 

Langsam werden wir vorsichtiger beim Vertrauen auf all das was auf den Seiten von booking.com, airbnb und Co. so gezeigt und geschrieben wird... - egal ob offizielle Angaben und Fotos oder Bewertungen von anderen Reisenden...

 

Da es schon später Nachmittag war, haben wir uns zunächst nur auf die Schnelle für eine Nacht eine andere Unterkunft gesucht.

Ja, diese Unterkunft war für eine Nacht dann auch völlig ok, aber für eine ganze Woche dann doch inakzeptabel. Gut, dass wir nicht gleich blauäugig für länger gebucht hatten...

 

Für die übrigen 6 Tage auf Penang haben wir dann sehr genau hingeschaut, ausgiebig verglichen und analysiert und dann schlussendlich deutlich tiefer als auf dieser Reise üblich in die Taschen gegriffen... - für rund 66 Euro, inkl. Frühstücksbüffet, haben wir uns im 4 Sterne-St. Giles Hotel The Wembley in Georgetown eingemietet.

Eine gute, eine wertvolle Wahl!

Das Zimmer ist geräumig und komfortabel, das Hotel liegt recht zentral, so dass man vieles fußläufig erreichen kann und last but not least verfügt das Hotel über einen großen und schönen Pool:

Tja, so ist das mit Penang... man ist auf einer Insel, aber mangels Möglichkeit im Meer zu baden, ist ein Pool, nicht zuletzt angesichts täglich fast 40 Grad gefühlter Temperatur, schon wirklich von immenser Bedeutung!

 

Nun... - Ende gut, alles gut in Sachen Unterkunft auf Penang!

 

Daran ändert auch das schier unglaubliche Chaos am Frühstücksbüffet am Tag des Chinesischen Neujahrs nichts...

Wow, das muss man auch mal erlebt haben... - Nach einer guten Weile des in der Schlange Stehens ergatterten wir dann doch zwei Plätze im überfüllten Frühstücksareal.

Aber das Personal war heillos überfordert... Wir waren gegen 08.15 Uhr dort und Frühstück gibt es von 07.00 bis 10.30 Uhr. Aber schon um 08.15 Uhr war alles fürs Erste wie ausgebombt - viele der Angebote an Essen blieben leer, Milch, O-Saft - alle, selbst Gläser, Schüsseln etc. waren nicht mehr zu bekommen...

Am nächsten Tag haben wir uns glatt den Wecker gestellt um noch früher beim Frühstück aufzuschlagen...

Na ja, es war nicht an jedem Morgen so...

 

Davon abgesehen war also, wie gesagt,  alles ok mit dem Wembley-Hotel...

"Alles ok"... - das gilt aber leider nicht für die restlichen Erfahrungen mit Penang!

Penang - rücksichtsloses verkehrschaos...

Stellt euch vor ihr seid auf einer Insel und der Verkehr stresst locker mehr als in einer Millionenstadt wie Kuala Lumpur...

Schwer vorstellbar!? - Tja, aber so ist es auf Penang! Und zwar nicht einzig beim Autofahren, sondern auch und vor allem beim zu Fuß gehen!!!

 

Unser Hotel lag strategisch eigentlich gut um vieles zu Fuß erreichen zu können.

Spaß jedoch hat das beileibe nicht gemacht!

 

Auf Penang gibt es nur ganz vereinzelt Fußgängerampeln oder Zebrastreifen und selbst Gehwege an sich sind eine Rarität!

 

Man ist also gezwungen ständig direkt auf dem schmalen Stück zwischen parkenden Autos und dem fließenden Verkehr entlang zu laufen - direkt auf der Straße also quasi!

Und man ist gezwungen sich beim Überqueren einer Straße (gerne durchaus vierspurig und grässlich voll!) einfach in den laufenden Verkehr zu stürzen!

 

Gut, das ist in Thailand mancherorts auch nicht anders, aber der entscheidende Unterschied ist: Thailänder sind bei allem Chaos auf den Straßen gegenüber Fußgängern rücksichtsvoll!

Wie sagte uns Merlin von ... bei unserem Treffen in Sukhothai so schön: "Steffi und ich haben uns ganz schnell angewöhnt hier in Asien einfach mutig auf die Straße zu treten - die Autos halten an!"

Ja, in Thailand funktioniert das auch genau so tatsächlich hervorragend! Und selbst in Kuala Lumpur war das mit Abstrichen noch zu wagen.

Aber hier auf Penang!? - No way!

Klingt hart... - aber im Zweifelsfall wirst du im besten Fall wild angehupt und im schlechtesten Fall einfach angefahren!

Zum Kotzen!

penang - menschenmassen & verkehr - Kein Spass mit Street art...

Ipoh vor einigen Tagen glänzte ja bereits mit reichlich Street Art...

 

Die Erwartungen an Georgetown auf Penang in Sachen Street Art waren noch weit höher, denn wirklich überall liest man von der tollen Street Art und es gibt extra Stadtpläne mit Routen zu all den Street Art Spots...

 

Unfassbar... - schon wieder... Schon wieder so ein Must see-Megatourismus-Fleck, der gnadenlos überbewertet ist!

 

Im ungleich weniger gehypten Ipoh hatten viele Street Art-Objekte eine Aussage - mal gesellschaftlich, mal zeitkritisch...

Und in Ipoh konnte man die Objekte wirklich in aller Ruhe anschauen und fotografieren...

 

Im ach so gelobten Georgetown sucht man indes Aussagen hinter den Street Art-Objekten weitgehend vergeblich.

In Georgetown besteht Street Art gerne auch einfach mal aus Mr. Bean oder Homer Simpson.

 

Und vor allem hat man in Georgetown keine Chance die Kunstobjekte in Ruhe anzuschauen und zu fotografieren.

Erstens deshalb, weil der Hype dafür sorgt, dass Touristen massenweise vor den Kunstobjekten stehen.

Hey, es wird regelrecht Schlange gestanden fürs Selfie mit dem Kunstobjekt!

Auf die Idee nur das Objekt an sich zu fotografieren kommt scheinbar kaum jemand mehr und im Grunde genommen hat man auch gar nicht die Chance dazu, denn wenn man sich sozusagen mit in die Schlange anstellt, dann irgendwann an der Reihe ist, aber sich niemand in dieser Sekunde vors Objekt stellt, dann denken garantiert andere: "Hey, die scheinen ja schon fertig zu sein - dann können wir uns ja jetzt vors Objekt stellen!"...

Zweitens aber auch deshalb, weil in den Straßen mit Street Art im Gegensatz zu Ipoh auch fleißig Verkehr fließt.

 

Man tänzelt also sozusagen unbeholfen links, rechts, vor und zurück durch stehende, gehende und fotografierende Menschenmassen und muss parallel bei all diesem Slalomlaufen auch noch höllisch auf der Hut sein nicht angefahren zu werden!

Was für ein Scheiß... Was für ein Kunstgenuss...

Penang - für vegetarier ein desaster...

In Reiseführern und Blogs wird in Sachen Essen von Penang geradezu geschwärmt.

 

Nun, für Fleischfresser mag Penang ein El Dorado sein, aber nur für die!

 

Liebe Fleisch-Konsumenten, bitte entschuldigt die Wortwahl "Fleischfresser"!

Aber mittlerweile schiebe ich hier in Malaysia und potenziert noch auf Penang wirklich, ja, Hass!

 

Ja, man kann sich wohl sozusagen quer durch die Kontinente futtern...

Wobei... - das kann man an so vielen Orten auf der Welt - ist eigentlich auch nicht wirklich etwas besonderes...

 

Was allerdings tatsächlich besonders ist, das ist die Fleischlastigkeit!

Wirklich... - wir haben noch kein Land bereist, das so geprägt von Fleischkonsum ist!

 

Nur ein kleines, aber schönes Beispiel:

Beim Bäcker muss man ganz genau hinschauen, denn in Reih und Glied stehen hier süße Backwaren und Fleisch-Backwaren neben- und durcheinander und ziemlich gleichberechtigt.

Ja, kein Scherz... - es gibt sogar allen Ernstes Donuts mit Hähnchen-Füllung!!!

 

So ist das in Malaysia... - Fleisch ist omnipräsent!

 

Fuck, es war so mühsam, nervig und frustrierend sich Tag für Tag durch die Karten dutzender Restaurants und Food Court-Stände durchzuackern um am Ende eh wieder nur festzustellen, dass es ausnahmslos Fleischgerichte gibt...

 

Klar... - Klar, es gibt natürlich auch das eine oder andere vegetarische Restaurant!

Aber... - Aber aus mannigfaltigen Gründe erwiesen sich auch die als nur bedingte Alternative...

Erstens gibt es im Verhältnis natürlich doch eher wenige.

Zweitens sind die wenigen dann doch im Verhältnis satt überteuert.

Drittens hatten wegen der Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahr ausgerechnet viele vegetarische Restaurants gleich tagelang geschlossen.

Viertens besteht das Angebot der vegetarischen Restaurants in Malaysia zu großen Teilen aus Mock Meat (also aus Fleischersatz, der so stark wie möglich haptisch und geschmacklich an Fleisch erinnert (was wir ja überhaupt nicht wollen!!!)). Stephie hat einmal ein falsches Essen bekommen und hatte dann mehr oder weniger Reis mit vegetarisch nachgemachter Entenbraten-Haut auf dem Teller - ekelig!

Ja, und fünftens war für mich persönlich schlecht, dass zu wirklich jedem vegetarischen Gericht hier Pilze gehören, die ich ja überhaupt nicht mag.

 

Kurzum - Essen in Malaysia und ganz besonders auf Penang war satt frustrierend!

Irgendwann irrten wir mal wieder auf der Suche nach Essen durch die Straßen und mir kam über die Lippen: "Fuck! Wenn ich noch einmal "Chicken" lese, werde ich glatt zum Killer!"

 

penang-fazit - eine einzige enttäuschung...

Ja... Ja, und so waren wir eine geschlagene Woche auf einer Insel, die die Bezeichnung "Insel" in vielerlei Hinsicht gar nicht verdient und insbesondere bei mir für gehäuften Wahnsinn sorgte!

 

Hä!? Wahnsinn!?...

Nun ja, wer wirklich eng mit uns verbunden ist, der weiß wie ich reagiere, wenn ich in gerütteltem Maße genervt und frustriert zugleich bin...

Dann neige ich dazu zu, ja, zu blockieren...

Dann verzichte ich prinzipientreu auch schon mal gerne für den Tag aufs Essen und sitze mit Anderen im Restaurant und bestelle als Einziger rein gar nichts...

Mancher von euch sitzt jetzt daheim, nickt und denkt: "Oh ja, ich weiß was er meint! Da war doch mal..."

Nun, wie auch immer... - hier auf Penang mauserte sich die Frust-Blockade zu einem Dauerzustand...

Nicht einmal mehr Fotos habe ich zwischenzeitlich gemacht...

Ja, leicht hatte Stephie es die Tage gewiss nicht...

 

Eine Reise nach Penang könnte man mir zukünftig schenken - ich würde aus voller Überzeugung dankend ablehnen!

 

Was bleibt ist die Hoffnung auf bessere Zeiten... - entweder schon auf der hoffentlich die Bezeichnung "Insel" verdienenden Insel Langkawi oder spätestens dann Ende Februar, wenn es zurück ins gelobte Land geht, zurück nach Thailand...

Und hier in diesem Blog-Beitrag bleibt uns nur noch zu erwähnen, dass wir dann doch tatsächlich auch einen ganz netten Ausflugstag hatten:

penang nationalpark

Im äußersten Nordwesten der Insel befindet sich der kostenlose Penang Nationalpark.

Auf Dschungelwanderungen kann man hier zu verschiedenen Stränden gelangen - zum Monkey Beach und zum Turtle Beach.

 

Als wir jetzt Mitte Februar dort waren, war der Pfad zum Monkey Beach gesperrt!

Na ja, uns hat das nicht wirklich gestört, denn wir hatten vorab immer wieder gelesen, dass es am Turtle Beach weitaus menschenleerer als am Monkey Beach ist und deshalb hatten wir ohnehin den Turtle Beach als Ziel auserwählt.

 

Bei einmal mehr annähernd 40 Grad und kräftigem Auf und Ab im Dschungel war die Wanderung (je nach Tempo braucht man so zwischen 60 und 90 min. pro Strecke) satt schweißtreibend, aber es hat sich gelohnt!

Es gab schöne Dschungeleindrücke, wir haben Affen und Warane beobachten dürfen und selbst der Turtle Beach war an sich schön...

Tja, wenn da eben nicht auch hier der für einen Strand enorme Nachteil eines strikten Badeverbotes gewesen wäre...

Auf einem Schild waren die Intensivstation-Patienten und die Toten von 2014 aufgeführt und angesichts eines solchen Schildes ignorierte auch wirklich niemand diese Hinweise...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0