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Kambodscha 2018/19

Allgemeine Gedanken und Eindrücke

Unmittelbar nach unseren drei sehr geglückten Wochen in Vietnam (lediglich das Wetter hätte definitiv etwas besser sein können und Ho Chi Minh Stadt gefiel uns als einziger Ort in den 3 Wochen nicht) ging es für uns weiter mit Kambodscha.

 

Start- und Endpunkt war die Hauptstadt Phnom Penh, Kern der Reise war aber eine dreiwöchige Rundreise durch das Land mit dem Mietauto.

 

Bevor ich zu Schilderungen und Tipps bezüglich der einzelnen Orte auf unserer Rundreise komme, möchte ich wie schon im Blog-Beitrag zu Vietnam ein wenig von unseren Eindrücken und Erfahrungen mit Land und Leuten an sich berichten...

Kambodscha - spürbar weniger entwickelt als Thailand, Vietnam und Malaysia

Eine thailändische Freundin schrieb uns angesichts eines unserer Kambodscha-Vlogs, dass ihr das Video wunderbar gefallen habe - einfach schon deshalb, weil sie viele Impressionen an Thailand in den 70er Jahren erinnerten.

 

Nun, wir können das natürlich nicht beurteilen, aber sie dürfte es ganz gut vergleichen können.

 

Was wir indes tatsächlich sagen können: Kambodscha liegt in seiner Entwicklung definitiv noch weit hinter Thailand, Vietnam und Malaysia zurück (und unsere Reisen in diesen Ländern liegen erst rund ein Jahr, bzw. im Falle von Vietnam nur Tage zurück).

 

Was unsere thailändische Freundin und vermutlich auch den einen oder anderen Backpacker verzückt, hat sich für uns im Reisealltag manchmal auch als Belastung gezeigt.

Natürlich sind auch wir froh, dass uns Massen-Tourismus und seine unschönen Auswüchse kaum begegneten, aber ein wenig mehr Fortschritt hätte manchmal halt doch schon ein wenig geholfen...

 

Was ich damit so meine, möchte ich euch anhand einiger Beispiele veranschaulichen:

ZU WENIG TOURISTISCHE INFRASTRUKTUR IST DANN DOCH AUCH EIN KLEINES PROBLEM

Jenseits der Hauptstadt Phnom Penh und Siem Reap und dem Angkor Wat als Haupt-Anziehungspunkt des ganzen Landes macht es Kambodscha dem Reisenden nicht immer einfach.

 

Also… - bitte versteht uns nicht falsch!… - Wir sind unverändert entschiedene Gegner des Massentourismus und so schreckt uns ein Überfluss an Touristen und entsprechenden Angeboten auch weiterhin weit mehr ab als eine weitgehend fehlende touristische Infrastruktur.

 

Na ja, wer uns kennt weiß, dass wir am Allerliebsten alles auf eigene Faust erkunden - befreit von Massen anderer Touristen und den Zwängen organisierter Touren u.s.w….

 

Theoretisch bietet Kambodscha genau für diese Art zu reisen ideale Voraussetzungen.

 

Weite Teile des Landes haben überhaupt erst in den letzten vielleicht so ca. 10 Jahren nach und nach Anschluss an die restliche Welt Kambodschas gefunden, d.h. so manche Region ist beispielsweise erst seit wenigen Jahren überhaupt über Straßen, die diese Bezeichnung auch verdienen, erreichbar.

Wo alltägliche Infrastruktur erst in der Entwicklung ist, ist touristische Infrastruktur, die ja schlussendlich auf der alltäglichen aufbaut, natürlich noch eher Fehlanzeige.

 

Was mithin also für Reisende wie uns fast paradiesisch klingen mag, erweist sich im Reise-Alltag hin und wieder aber auch als etwas anstrengend.

 

Hm, lasst mich das ein wenig erklären…

 

Manche Regionen sind noch so untouristisch, dass es im Vorwege kaum Informationen zu finden gibt.

Egal ob Blogs, Vlogs oder ganz klassisch der Blick in Reiseführer… - substanzielle Infos findet man kaum.

Und so passiert es einem halt, dass man mit nichts weiter als der dünnen Info „für ein kleines Dschungel-Abenteuer lohnt sich ein Tagesausflug in den Ort XY“ nach XY aufbricht und in XY angekommen wie der Ochs vor dem Berg steht… - schlicht und ergreifend nirgendwo ein erkennbarer Pfad in den Dschungel (wenn denn noch Dschungel vorhanden ist - auch hier greift das illegale Abholzen für Palmöl-Plantagen leider um sich), von Hinweisschildern ganz zu schweigen.

Pfiffige mögen jetzt anmerken: „Na ja, dann fragt man halt vor Ort mal nach dem Weg!“…

Tja, sorry - funktioniert nicht! Auf dem Lande sprechen die Menschen in Kambodscha nicht einmal brockenweise Englisch.

Manchmal ist man daher bei Ausflügen auf eigene Faust zum Scheitern verurteilt.

Einzige Option in diesen Regionen sind schlussendlich organisierte Touren, aber darauf haben wir nicht so wirklich Bock…

 

Andere Regionen wiederum sind zumindest schon etwas touristisch erschlossen, dem touristischen Angebot fehlt es aber noch an einem Mindestmaß an Struktur..

Auch hierzu ein Beispiel:

Etwas nördlich vom abgelegenen Krati gibt es im Mekong noch eine kleine Region, in der noch einige Fluss-Delfine leben.

Als wir uns auf der langen Schotter-Piste, die dorthin führt, schließlich dem Parkplatz näherten, von wo aus die Boote zu den Delfinen ablegen, stürmten plötzlich so in etwa 20 bis 25 Frauen und Männer auf die Straße, hielten Schilder hoch und winkten wild gestikulierend.

In dem Moment des Einbiegens auf das Parkplatzgelände waren das Auto und wir regelrecht umzingelt. Links, rechts, hinter dem Auto, vor dem Auto - überall  aufgeregte, um unsere Gunst buhlende, Menschen.

Alle Rücksichtnahme schien vergessen - es zählte scheinbar nur noch der Kampf die- oder derjenige von den 20 bis 25 Menschen zu sein, mit der oder dem wir auf den Fluss hinaus fahren.

Was für eine üble Ellenbogen-Mentalität untereinander; und für uns als sozusagen Objekt der Begierde fühlte sich das fast unbeschreiblich aufdringlich und stressig an.

Tja… Tja, ich fand das Ganze so unangenehm penetrant, dass ich das Auto spontan wendete und auf die Bootsfahrt lieber komplett verzichtet habe.

Genau das meinte ich mit dem fehlenden Mindestmaß an Struktur… - In Thailand und Vietnam hat man längst Wege gefunden um solche furchtbaren Szenen puren Existenzkampfs für beide Seiten zu vermeiden - für die Einheimischen und die Touristen…

Bei der Bootsfahrt zur Phong Nha-Höhle zum Beispiel war das Ganze so organisiert, dass man mit seiner Eintrittskarte zu einer zweiten Bude ging und dort dann die Nummer des Bootes zugeteilt bekam.

So ist sicher gestellt, dass jeder Bootsbesitzer ein gleiches Stück vom Kuchen erhält und nicht wie im geschilderten Beispiel in Kambodscha überhaupt nur der mit den rücksichtslosesten Ellenbogen den Kuchen einsackt.

Und den Reisenden bleibt so das Gefühl fast körperlich bedrängt zu werden erspart…

 MIT DEM MIETWAGEN ALS SELBSTFAHRER DURCH KAMBODSCHA - EXOTEN-STATUS GARANTIERT, ELENDIG SCHLECHTE STRASSEN, RISIKO ABER GERING

Egal wo wir hinschauten und hinhörten… - wir hatten schon im Vorwege ein ganzes Füllhorn von Warnungen zu lesen und zu hören bekommen.

Kein Scherz… - nicht wenige bezeichneten es als „fast lebensgefährlich“ als Mensch aus dem Westen Kambodscha als Selbstfahrer mit einem Auto zu erkunden.

 

Dazu irgendwie passend gab es bis 2017 auch rein faktisch gar nicht die Möglichkeit als Tourist ein Auto anzumieten.

Wenn man ein Auto anmieten konnte, dann nur inkl. einheimischem Chauffeur. 

Aber darauf hatten wir keine Lust…

 

Nach ein wenig Internet-Recherche entdeckten wir schließlich, dass seit 2017 als einziger Anbieter überhaupt Europcar Mietwagen für Selbstfahrer im Angebot hat.

Na, die Chance haben wir ergriffen! Allen Warnungen zum Trotz…

 

Wie exotisch diese Entscheidung dieser Tage noch ist, wurde uns Tag für Tag auf den Straßen gewahr.

Es ist schon ein kleines Wunder, dass der eine oder andere Roller-Fahrer bei unserem Anblick nicht vom Roller fiel! Wenn die Menschen erst einmal realisiert hatten, dass da ein Weißer hinter dem Lenkrad des Autos saß, fiel die Kinnlade herunter und wurde sich der Hals verbogen beim ungläubigen Hinterherschauen. 

Der Besitzer einer unserer Unterkünfte fragte mich beim Auschecken allen Ernstes ob wir das Auto aus Deutschland mitgebracht hätten! Nun, er hatte noch nie von der Möglichkeit als Tourist ein Auto in Kambodscha anmieten zu können gehört und da dachte er sich seinen eigenen Worten nach: Deutsche Reisende und Deutsche Automarke… - da müssen die zwei Verrückten wohl ihr eigenes Auto mit nach Kambodscha gebracht haben…

 

Allem Exoten-Status und allen Unkenrufen zum Trotz begibt man sich aber keineswegs in fortwährende Lebensgefahr, wenn man es wagt das Land selbst hinter dem Lenkrad eines Autos zu erkunden.

 

Ja, außerhalb der wenigen Großstädte sind die Straßen oft in sehr schlechtem Zustand - selbst die größeren sozusagen Land- oder Bundesstraßen (etwas vergleichbares wie Autobahnen gibt es überhaupt nicht!) sind an vielen Stellen eine reine Schlagloch-Piste.

Kleinere „Highways“ sind schnell nur noch reine Sand- und Schotter-Pisten und viele Brücken sind wilde Konstruktionen mit drauf gehämmerten Holzlatten (jedes Mal schwitzt man in Sorge um die Reifen ob der Nägel…)

Aufgrund der Fahrbahnbeschaffenheit muss man die Konzentration stetig hoch halten um eben jederzeit schnell reagieren und tiefen Schlaglöchern oder Sandverwehungen ausweichen zu können.

Gleiches gilt für zahlreich am Rand auftauchende Hühner, Hunde und Rinder und natürlich ähnlich wie in Thailand und Vietnam auch für die anderen, die einheimischen, Verkehrsteilnehmer, die wenig Rücksicht auf Verkehrsregeln nehmen und so völlig falsch abbiegen, gegen die Fahrtrichtung mit ihrem Roller fahren und und und…

 

Mit etwas Mut, Selbstvertrauen und eben Konzentration kann man sich aber darauf einstellen und dann ist Autofahren in Kambodscha kein größeres Wagnis als in Thailand oder Vietnam.

 

Was den angeblich so fürchterlichen Verkehr in der Hauptstadt Phnom Penh angeht… - da würde ich sogar sagen, dass der Verkehr in Ho Chi Minh Stadt und Bangkok definitiv chaotischer ist.

 

Ein besonderes Wagnis war das Autofahren in Kambodscha also definitiv nicht!

 

Viel Nerven gekostet hat es allerdings trotzdem!

 

Ich schrieb ja eben schon von den üblen Zuständen vieler, vieler auch Hauptverkehrsstraßen...

 

Seine Grenzen, respektive die Grenzen seines Autos, muss man daher unbedingt kennen…

Wir haben an der einen oder anderen Stelle einfach einsehen müssen, dass die Straßenverhältnisse so schlecht waren, dass wir mit unserem Kombi ohne Vierradantrieb gescheitert wären.

Etwa wenn die Sandverwehungen auf der Straße ausgerechnet an einem Berg so tief waren, dass schon die Einheimischen mit Roller oder SUV nur arg schlingernd den Berg hoch kamen oder die Schlaglöcher so tief, dass das Auto immer wieder aufsetzte.

 

Auch darauf kann man sich ein Stück weit einstellen, aber irgendwann macht das Autofahren dann eben ganz schlicht und einfach keinerlei Spaß mehr... - wenn man wieder einmal pausenlos durchgerüttelt wird, trotz voller Aufmerksamkeit ins nächste Schlagloch gerät, sich permanent Sorgen um Reifen und Unterboden macht und immer wieder einmal die Anfahrt zu einem Besuchspunkt ob der Straßenverhältnisse abbrechen muss.

 

Zum Ende der drei Wochen hin hatten wir tatsächlich beide irgendwann ein wenig die Schnauze voll.

Eines ist klar - nach drei Wochen Autofahren in Kambodscha schrecken uns die auf uns wartenden Sandpisten in Australien kein Stück mehr...

 EIN FUNKEN ENGLISCH WÄRE DANN DOCH IRGENDWIE VON NÖTEN

In sehr vielen Ecken Kambodschas sprechen die Menschen wortwörtlich genommen nicht ein einziges Wort Englisch.

 

Natürlich darf und sollte man das nicht von jedem Menschen erwarten - fast nirgendwo auf der Welt.

Aber die fehlenden Englisch-Kenntnisse in Kambodscha waren dann irgendwie doch unerwartet, erschreckend und manches erschwerend…

 

Es war halt einfach so, dass selbst sehr viele von denjenigen, die oft mit Touristen in Berührung kommen oder gar direkt in der Tourismusindustrie arbeiten, oft keinen Fetzen Englisch verstanden oder sprachen.

Das machte es für beide Seiten mitunter, ja, schwierig und unangenehm.

 

Ein paar Beispiele:

 

An der Bambus-Brücke in Kampong Cham wurde Geld kassiert.

Es war jedoch nicht ersichtlich ob nur (wie zuvor in Vietnam ja sogar für Fahrräder üblich) für das Parken der Roller eine Gebühr fällig wurde oder generell Eintritt für die Brücke verlangt wurde.

Unsere einfache Frage als Fußgänger: „Do we have to pay?“ wurde nicht verstanden und wir nur mit großen Augen angeschaut.

Mehrere Anläufe zur Verständigung scheiterten und wir machten schließlich Anstalten so in Richtung Brücke los zu gehen.

Daraufhin brachte einer der Jungen dann doch das Wort „pay“ raus.

Mit unserer logischen Nachfrage: „Ok, how much?“ war er dann jedoch schon wieder restlos überfordert und so spielten wir eine Weile verbales Ping-Pong: „Pay!“ - „How much?“ - „Pay!“ - „How much?“ u.s.w….

 

Im an westlichen Standards orientierten Hotel in Phnom Penh sprach der fürs Frühstück zuständige Junge so gut wie kein Wort Englisch.

Ein japanischer Gast wollte einfach nur den Tisch abgewischt haben, konnte diesen Wunsch aber partout nicht an den Mann bringen.

Als schließlich der Manager nachfragte, entgegnete der Japaner leicht verzweifelt nur noch, dass er ja alles versucht habe, aber was er machen könne, wenn der Junge kein einziges Wort Englisch verstehe…

 

Als ich beim Bäcker zwei Stücke Kuchen bestellen wollte, scheiterte ich tatsächlich schon an dem einfachen Zahlwort „two“!

Selbst das doch eigentlich international bekannte Zeichen für Zwei in Form von zwei ausgestreckten Fingern, führte zu keinerlei Erleuchtung bei der Verkäuferin.

 

Und auch beim Abgeben der Wäsche hatten wir so unsere Probleme.

In Kampong Cham wollten wir unsere Wäsche abgeben und noch am gleichen Tag wieder abholen…

Bei der ersten Wäscherei versuchte ich es mit Englisch und dann mangels Erfolg mit einfachem Zeigen auf die immerhin sogar vorhandenen Preis- und Service-Schilder auf Khmer und in englischer Übersetzung. Doch selbst das half rein gar nichts - mehr als ein ebenso freundliches wie hilfloses Lächeln erntete ich nicht und zog unverrichteter Dinge wieder ab.

Bei Wäscherei Nummer 2 versuchte dann Stephie ihr Glück. Englisch half nicht, bloßes Zeigen auf das entsprechende Schild half ebenfalls nicht. Und so kam Stephie auf die an sich sehr gute Idee den Google Übersetzer zur Hilfe zu nehmen… - sie ließ den Übersetzer den Satz „Wir möchten den Same-Day-Service nutzen!“ In Khmer übersetzen und hielt der Frau Handy und Übersetzung zum Lesen hin. Doch selbst das bewirkte wieder nur ein irritiert-freundliches Lächeln und wir konnten unsere Wäsche abermals nicht abgeben…

 

Nun, vermutlich konnte die Frau schlicht und ergreifend nicht lesen…

 

Bei allem genervt sein ob der Verständigungsprobleme darf man halt nicht die dunkle Geschichte Kambodschas aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus den Augen verlieren.

Von 1975 bis 1979 versuchten die kommunistischen Roten Khmer gewaltsam eine klassenlose Gesellschaft zu etablieren. Gewaltsam bedeutet, dass sie gnadenlos alle Städter und gebildeten Menschen zusammentrieben und unterm Strich 3 Millionen Menschen ermordeten.

Zu Beginn der 80er Jahre gab es in Kambodscha quasi keine Professoren, keine Lehrer etc. mehr.

Die Infrastruktur auch des Bildungssystems war komplett zerstört und für mehr als ein Jahrzehnt regierte auch nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer das pure Chaos.

Erst zu Beginn der 90er Jahre gelang es wieder Strukturen zu etablieren und so ist es kein Wunder, dass bis heute die Zahl der Analphabeten unter der Bevölkerung erschreckend hoch ist. 

Eine Schulpflicht gibt es bis heute nicht und wenn an den Schulen Schilder hängen mit der Botschaft: „Danke an alle Eltern, die ihre Kinder zur Schule schicken!“, dann spricht das Bände!

In dem Sinne… - wo bitte sollen selbst rudimentäre Englisch-Kenntnisse kommen, wenn viele Menschen nicht einmal die eigene Sprache lesen und schreiben können!?…

 

Tja, es ist mitunter anstrengend in Kambodscha zu kommunizieren, ein Wunder sind derlei Verständigungsprobleme aber nicht.

Im Gegenteil - sie sind eher tragischen Ursprungs…

 EIN LAND - ZWEI WÄHRUNGEN - EINE ZIEMLICHE RECHNEREI, ABER STETS KORREKT

In Vietnam war es der geringe Wert der dortigen Währung, der es nicht immer leicht machte einen Überblick über die Ausgaben und den Stand der Reisekasse zu behalten.

Wenn man ständig mit Beträgen im Bereich der Zehn- und Hunderttausende jongliert und am Geldautomaten Millionenbeträge abholt, dann muss man sich da zunächst ein wenig rein fuchsen…

 

Zumindest von Millionenbeträgen bleibt man im normalen Alltag als Reisender in Kambodscha verschont.

Stand Januar 2019 sind 10 Euro umgerechnet rund 45.500 Kambodschanische Riel.

Auch nicht gerade kleine Beträge, aber immerhin...

Trotzdem ist es natürlich auch hier gewöhnungsbedürftig, wenn man für eine Tankfüllung (trotz des Schnäppchen-Preises von umgerechnet rund 70 Euro-Cent pro Liter Super) mal schnell gut 200.000 Riel hinlegen muss.

 

Das Hauptproblem in Sachen Währung in Kambodscha ist jedoch die Gültigkeit und Verkehrsfähigkeit von gleich zwei Währungen!

Die einheimische Währung Riel und der US-Dollar sind allgemein anerkanntes Zahlungsmittel.

 

Die Geldautomaten spucken ausschließlich US-Dollar aus und das gerne auch noch in Form von 100 Dollar-Noten, mit denen man im realen kambodschanischen Leben jedoch nicht einmal im Hotel bezahlen kann. Da kommt man schnell mal in Schwierigkeiten…

 

An den Tankstellen ist stets einzig der Riel-Preis angeschlagen, Hotels rufen meist nur den Dollar-Preis auf, in Cafés, Restaurants, im Mini-Markt (Supermärkte gibt es außer in Phnom Penh und Siem Reap nicht!) u.s.w. ist es mal der Dollar-Preis, mal der Riel-Preis und selten nur sind es vereinfachend gleich beide Preise, die ausgezeichnet sind oder auf der Rechnung ausgewiesen sind.

Insofern muss man ständig den aktuellen Dollar- und den Riel-Kurs im Kopf und beide Währungen im Portemonnaie haben. 

Und wenn man dann noch wissen möchte, was das Ganze jetzt in Euro gekostet hat, dann wird es zwangsläufig noch komplizierter… - denn dann ist man schließlich mit 3 Währungen gleichzeitig zu Gange.

 

Als wäre das alles nicht schon kompliziert genug… - das Wechselgeld gibt es auch beim Bezahlen mit Dollar entweder in Riel oder in einer Mischung aus Dollar und Riel zurück.

Klingt chaotisch!? Es ist chaotisch!

Stellt euch vor ihr tankt für 73 Dollar und gebt 100 Dollar hin. Dann bekommt ihr im Zweifelsfall 20 Dollar und anstatt der restlichen 7 Dollar 28.000 Riel zurück.

 

Es braucht schon ein paar Tage der Gewöhnung um dann stets spontan wirklich nachvollziehen zu können ob man das korrekte Wechselgeld zurückbekommt und auch noch quer rechnen zu können welchem Wert in Euro das dann auch noch entspricht.

 

Aber Hut ab vor der Korrektheit der Kambodschaner - in den ersten Tagen habe ich zumindest im Nachhinein immer nachgerechnet ob alles so stimmte und nach gut einer Woche dieses Bezahl-Chaos bekam ich das sogar auch vor Ort schnell ganz gut hin… - und siehe da: wir bekamen jedes Mal korrekt viel Geld zurück!

Trotz aller geschilderten Schwierigkeiten hat uns aber auch jeder einzelne Ort auf unserer Route schöne Stunden geschenkt und davon soll im Folgenden unterstützt von Foto-Impressionen ausführlich die Rede sein:

Phnom Penh

Phnom Penh, die Hauptstadt von Kambodscha, war für uns vielleicht die größte, positive Überraschung in Kambodscha.

 

Im Vorwege hatten wir nicht viel positives gehört und gelesen.

Die Stadt sei eher arm an wirklich schönen Anlaufpunkten, der Verkehr eine reine Katastrophe u.s.w....

 

Hm, vielleicht hatte es Phnom Penh auch in unserem Falle etwas leichter, weil wir unmittelbar zuvor mit Ho Chi Minh Stadt aka Saigon in einer anderen Millionenstadt waren, die uns so gar nicht gefallen hatte.

Wie auch immer... - uns hat Phnom Penh deutlich besser gefallen als erwartet.

 

Wir wollen das Negative nicht ausblenden...

An nicht wenigen Stellen ist es schmutzig und stinkt; wenn man zu Fuß unterwegs ist gleicht es mitunter einer anstrengenden Endlosschleife, wenn man alle paar Meter von Tuk Tuk-Fahrern angesprochen wird und aus dem "Danke, nein!"-Sagen gar nicht mehr rauskommt (besonders ärgerlich und nervig sind dabei die vielleicht 25 % der Tuk Tuk-Fahrer, die nicht kapieren wollen was ein "Nein" bedeutet und dann trotzdem neben einem herlaufen und nach dem Hotel, dem nächsten Ziel u.s.w. fragen und einen so zwingen gleich ein halbes Dutzend mal Nein sagen zu müssen); mehr oder weniger mitten in der Innenstadt läuft man am Straßenstrich vorbei; dort wo sich ein Hotel ans nächste reiht sind auffällig viele fette, alte, weiße Männer unterwegs und Bars mit Live Dance etc. gibt es für sie leider genügend.

 

Hierzu kurz noch ein Gedanke:

Prostitution ist überall keine schöne Sache, besonders für die Frauen, die sich prostituieren. 

Hier in Kambodscha finde ich das allerdings besonders, nun ja, tragisch.

Die kambodschanischen Frauen sind bis heute eher sehr schüchtern und keusch. Ins Meer geht man als kambodschanische Frau im Zweifelsfall mit T-Shirt und Jeans! Ja, ernsthaft - haben wir dutzende Male gesehen... Bloß keine Haut zeigen...

Und genau deshalb finde ich es schon besonders übel, wenn dann kambodschanische Frauen gezwungen sind alle Grundwerte abzulegen und sich für ein wenig Geld feisten, weißen Wichsern für Sex hinzugeben und in einschlägigen Internet-Foren von Kambodscha als neue Sex-Destination geschwärmt wird - so nach dem Motto, die Frauen in Thailand werden ja langsam anspruchsvoll und teuer, daher ab nach Kambodscha, da gibt es noch Frauen wie Sand am Meer, die willig und billig sind...

Zum Kotzen!

 

Aber zurück zu Phnom Penh als Reiseziel - auf der anderen Seite begegneten uns viele Einheimische auch wieder mit dieser entwaffnenden Neugierde und Freundlichkeit - Kinder riefen freudig Hallo im Park, die dazugehörigen Eltern strahlten und boten uns etwas von ihrem Obst an.

Mitten in der Millionenstadt gab es Affen zu entdecken und wenn man ein wenig genauer hinschaut und auch mal den einen oder anderen nicht explizit als Touristenziel gehypten Tempel besucht, gibt es schöne, ruhige Plätze zu entdecken.

Und nicht zu vergessen - im Innenstadtbereich gibt es erstaunlich viele grüne und gepflegte Anlagen.

Der Verkehr schließlich war durchaus chaotisch, aber es war auf den Straßen längst nicht so gnadenlos überfüllt wie in Bangkok oder so hektisch-chaotisch wie in Ho Chi Minh Stadt.

 

Wenn man sich ein wenig auf die Stadt einlässt und auf Entdeckungstour geht, kann man ohne Weiteres zwei Tage jenseits der Hauptattraktionen (Kaiserpalast, Killing Fields, Gefängnis S-21) durch die Stadt flanieren...

 

Hier ein paar Impressionen:

Von zwei der touristisch am meisten frequentierten Spots der Stadt schließlich zeige ich an dieser Stelle keine Bilder, sondern möchte auf unseren Phnom Penh-Vlog verweisen, in dem wir euch ausführlich dorthin mitnehmen...

 

An diesen beiden Spots begegnet einem die dunkle Geschichte des Landes auf brutale, beeindruckende Weise.

Ich spreche von den Killing Fields vor den Toren der Stadt und dem Folter-Gefängnis S-21 direkt in der Stadt.

 

Zum Hintergrund:

1975 ergriffen die kommunistischen Roten Khmer gewaltsam die Herrschaft in Kambodscha.

Für ihr Ziel einer klassenlosen Gesellschaft hatten sie den Irrweg auserkoren die komplette gebildete Schicht auszurotten.

Quasi über Nacht wurde die ganze Millionenstadt Phnom Penh von Menschen gesäubert - die Menschen wurden auf dem Land zusammengetrieben und ohne Kenntnisse wie Sklaven zur Landarbeit verdammt. Wer aus der Stadt kam, wer unter dem Verdacht stand gebildet zu sein (und dafür reichte häufig das Tragen einer Brille als vermeintliches Symbol von Bildung!), wer auf dem Feld sein Soll nicht erfüllte... - wurde aufs Primitivste getötet. 

Insgesamt 3 (von 8 Millionen damals) Millionen Kambodschaner starben in den vier Jahren der Herrschaft der Roten Khmer.

Aufs ganze Land verteilt gibt es sogenannte "Killing Fields", das bekannteste ist das vor den Toren Phnom Penhs.

Eins zu eins wie in einem KZ wurden die Menschen zu den Killing Fields gekarrt um getötet zu werden. Wie die Nazis es mit den Juden taten, wurde den Menschen erzählt, dass sie nun in eine bessere Anlage kämen, tatsächlich wartete auf sie aber nur der Tod. Die Nazis vergasten ihre Opfer, die Roten Khmer schlugen sie auf brutalste Weise tot. Babys und Kleinkinder z.B. wurden vor den Augen ihrer Eltern so lange einfach gegen einen Baum geschleudert, bis ihre Köpfe aufplatzten und sie starben.

Wer die Killing Fields besucht sollte unbedingt auch die Kopfhörer für die Audio-Tour mit buchen, denn erst im Zusammenspiel von Gelände und den Erzählungen der Audio-Tour (auch von Zeitzeugen) entfacht sich die ganze bedrückende Grausamkeit...

 

Das Folter-Gefängnis S-21 war so ein wenig das Pendant zu den Killing Fields in der Innenstadt.

Eine große, ehemalige Schule wurde notdürftig zum Gefängnis umfunktioniert, in dem Menschen tausendfach gefoltert und ermordet wurden.

Auf uns wirkte das ehemalige Gefängnis nicht ganz so bedrückend wie die Killing Fields, was aber vielleicht auch daran lag, dass wir hier auf die Audio-Tour verzichteten.

 

Wie auch immer... - für uns gehören beide Plätze zu einem Phnom Penh-Besuch unbedingt dazu!

Und bitte zeigt Respekt, wenn ihr dort seid! Man sollte sich nicht allzu lautstark unterhalten oder gar lachen, an einem Ort an dem so viele Menschen aufs Grausamste ermordet wurden...

Kampong cham

Kampong Cham trägt seinen Namen letztlich deshalb, weil ein Großteil der Bevölkerung hier muslimisch ist.

Die "Cham" sind eine muslimische Volksgruppe in Kambodscha.

Etwas über 90 % der Kambodschaner sind der Volksgruppe der Khmer zugehörig, nur rund 3 % sind Cham.

Wenn man im Land unterwegs ist, insbesondere in Orten wie Kampong Cham, wirkt diese kleine Volksgruppe jedoch größer - einfach weil sie sehr zentriert und ein Stück weit unter sich lebet und wohnt. Dadurch stößt man eben auf manch Viertel oder manch Landstrich der plötzlich rein muslimisch anmutet und so entsteht der falsche Eindruck, dass viel mehr Menschen in Kambodscha Cham sind als tatsächlich...

 

Im Mekong Delta in Vietnam beeindruckte uns die enge Symbiose der Menschen mit ihrem Fluss - die Kinder spielten und badeten im Mekong, die Erwachsenen wuschen darin das Geschirr, die Wäsche und sich selbst, Fische und andere Tiere aus dem Gewässer sind wichtige Nahrungs- und Erwerbsquelle.

Und das alles in und aus einem Fluss, der für uns Europäer verdammt schmutzig ausschaut...

 

Auch in Kampong Cham in Kambodscha dreht sich vieles um den Fluss Mekong.

Hier begreift man einmal mehr, dass dieser Fluss für die Menschen auch einen gehörigen Freizeitwert hat.

 

Besonders beeindruckend ist die sehr langgezogene Bambus-Brücke, die vom Festland hinüber auf eine Insel im Mekong führt.

Während der Reisevorbereitung mussten wir immer wieder lesen, dass es diese Bambusbrücke mutmaßlich gar nicht mehr gäbe, da sie inzwischen einer moderneren Brücke weichen musste.

Zum Glück war und ist dem nicht so - die neue Brücke mag es geben und die Bambus-Brücke ist nur noch für Fußgänger (unfassbar, aber nicht lange her - einst fuhren auch Roller und Autos hier!) zugänglich, aber es gibt sie noch und es macht eigentlich auch Sinn, dass sie bleibt, denn direkt am Fuße der Bambusbrücke auf der Insel liegt eine regelrechte Badeanstalt für Einheimische - mit langen Reihen von überdachten Hängematten, Essenplätze auf Mini-Inselchen u.s.w....

 

Direkt hinter unserem Resort konnte man durch Maisfelder hindurch zu einem kleinen, versteckten Strandbadeplatz am Mekong wandern - das Ganze war wirklich ein idyllisches Plätzchen. Ich glaube, im Gegensatz zu Einheimischen würde ich noch immer nicht wirklich im Mekong baden wollen, aber schön war die Szenerie samt Fluss schon.

 

Ansonsten gibt es in der Gegend und auch im weiter nördlich gelegenen Krati den einen oder anderen Tempel, oft inklusive Affen, zu entdecken.

Mit zu großen Erwartungen darf man jedoch nicht an die Tempel herangehen - fast ausnahmslos sind die Tempel in Kambodscha in einem ungepflegteren, weniger prunkvollen Zustand als etwa in Thailand.

In einer ohnehin muslimisch geprägten Region wie Kampong Cham ist das natürlich noch weniger verwunderlich.

Was nicht heißen soll, dass sie keinen Besuch wert wären und keine Fotomotive bieten würden...

Banlung

Wirklich auf der Hand liegt der Vergleich nicht, aber irgendwie kam ich mir in Banlung ein klein wenig wie in einer Western-Stadt vor.

Vielleicht war es das Gefühl ein fremder Outlaw zu sein, weil man uns fremd ausschauende mit so großen Augen anschaute; vielleicht war es die Betagtheit so manchen Gebäudes; am wahrscheinlichsten jedoch war es wohl die Beschaffenheit der Straßen…

Jenseits der wenigen Hauptstraßen mit recht vernünftigem Straßenbelag stießen wir selbst schon mitten in der kleinen Stadt auf Schotter- und Sandpisten voller so gewaltiger Löcher im Belag, dass sie mit einem normalen PKW nicht passierbar waren.

Und das wie gesagt mitten in der Stadt…

Mitunter finden die Kambodschaner, nun ja, kreative Lösungen… - manch breite Straße hatte in der Mitte beider Fahrbahnen einen mehr schlecht als recht geteerten Bereich, der nicht breit genug für zwei Fahrzeuge war, trotzdem aber den Fahrzeugen in beiden Fahrtrichtungen als Spur diente. Bei Gegenverkehr musste man dann halt fleißig nach links, bzw. rechts ausweichen - auf den Teil der Straße, der nur noch reine Schotterpiste war…

 

Wenn es so mitten in der Stadt ausschaut, dann könnt ihr euch sicher vorstellen wie es erst außerhalb der Stadt aussieht, oder!?

Tja… - Eigentlich locken insgesamt 4 Wasserfälle in der näheren Umgebung von Banlung.

Wir hatten durchaus vor uns alle 4 anzuschauen, tatsächlich jedoch waren wir nur bei gerade mal einem der vier Wasserfälle.

Einfacher Grund: drei von vier Schotterpisten waren so voller Schlaglöcher und/oder Sandverwehungen, dass sie einzig mit SUV und Allradantrieb befahrbar waren.

Tja, schade eigentlich…

Schon in der Trockenzeit war also so manches Ziel in der Umgebung nicht erreichbar. In der Regenzeit, wenn die Niederschläge aus den Sand- und Schotterpisten Schlammpisten machen oder sie gar überfluten, dürfte es noch schlechter aussehen…

 

Und insofern können wir das entlegene Banlung nur bedingt als Reiseziel empfehlen.

Klar, wir haben es trotzdem irgendwie geschafft trotz des Wegfalls von manch geplantem Ausflugsziel das Beste aus unseren drei Tagen in Banlung zu machen und die später folgenden Bilder zeigen sicherlich auch ein paar schöne Impressionen...

 

Aber an zwei der drei Tage waren wir schon auch ein wenig dankbar für den Hotel-Pool als Ort der Entspannung und eben des netten Füllens von mehr als erwarteter Leerlaufzeit.

 

Manchmal war sozusagen der Weg das Erlebnis und nicht das Ziel.

Gut eine Stunde fuhren wir z.B. über eine ziemlich abenteuerliche Wüsten-Piste mit rotem Sand, der teilweise heftig aufgewirbelt wurde und zahlreichen fast ein wenig improvisiert anmutenden Holzplanken-Brücken.

Am Ziel mussten wir feststellen, dass vom angeblichen Dschungel nicht mehr viel übrig war und so düsten wir unverrichteter Dinge wieder eine Stunde über die gleiche Abenteuer-Strecke zurück.

Irgendwie, mit Verlaub, scheiße; aufgrund des Fahrerlebnisses aber auch irgendwie trotzdem unvergesslich…

Apropos unvergesslich… - für einige Tage blieb diese Fahrt schon deshalb unvergesslich, weil dieser rote Sand sich wirklich bis in den allerletzten Winkel des Autos ausgebreitet hatte. Eine Staubschicht hatte sich schlichtweg überall gebildet. Und an so mancher Stelle, zum Beispiel im Einstiegsbereich, hatte sich eine dicke rote Schicht abgesetzt, die dazu führte, dass wir bei jeder kleinen Berührung mit dem Auto rote Streifen auf Kleidung oder Körper hatten.

Siem REap - archäologischer Park Angkor

Kein anderer Ort in Kambodscha (nicht einmal die Hauptstadt Phnom Penh) sieht wohl mehr Touristen als Siem Reap.

Grund dafür ist nicht primär die Stadt selbst, sondern der Archäologische Park Angkor, allgemein oft als „Angkor Wat“ bezeichnet.

Dabei ist Angkor Wat nur eine von zahlreichen Tempelruinen dieser größten Tempelanlage der Welt.

 

Das ganze Ensemble ist ein Ort der Superlative - von der Größe der Anlage, von der brutal hohen Besucherzahl und auch von den Eintrittspreisen her.

 

Ein 1-Tages-Ticket kostet stolze 37 Dollar, ein 3-Tage-Ticket 62 Dollar und ein 7-Tage-Ticket etwas über 70 Dollar.

Die Anlage ist so weitläufig, bzw. so voller Ruinen, dass es eigentlich unmöglich ist alles Sehenswerte an nur einem Tag zu erkunden.

Trotzdem ist das im Verhältnis heftig teure 1-Tages-Ticket der Verkaufsschlager.

Freud und Leid zugleich - dadurch sammeln sich die Besuchermassen vor allem bei den drei vielleicht bekanntesten, prägnantesten Tempeln.

Und wenn ich von Besuchermassen spreche, dann nicht ohne Grund - mehr als 2 Millionen Besucher kommen jährlich hierher, an manchen Tagen sind es mehr als 10.000.

Freud daher in dem Sinne, dass man jenseits besagter drei Hauptanziehungspunkte weniger erschlagen wird von den Massen als erwartet.

Leid in dem Sinne, dass es an jenen drei Tempeln frustrierend voll ist.

 

Wir hatten uns für ein 3-Tage-Ticket entschieden und damit für uns die ideale Wahl getroffen.

In die 3 Tage haben wir (fast) alle Ruinen unterbringen können und uns trotzdem angesichts der nur so runter knallenden Sonne die Freiheit gönnen können nach jeweils einem halben Tag die Reißleine zu ziehen und uns in den Schatten des Hotelpools zurückzuziehen.

 

Unser Plan sah vor am ersten Tag die sogenannte "große Runde" zu absolvieren, am zweiten Tag die sogenannte "kleine Runde" und der dritte Tag sollte dann als eine Art Puffer dienen - für die Besichtigung von bis dahin vielleicht doch noch nicht geschafften Ruinen oder für einen Zweitbesuch falls es an dem einen oder anderen zuvor zu erschlagend voll gewesen sein sollte.

 

Die "große" Runde trägt ihren Namen im Grunde genommen deshalb, weil es eine Außenrunde ist und dadurch mehr Kilometer zwischen den einzelnen Ruinen zurückzulegen sind.

Die "kleine" Runde ist der Innenkreis - ärmer an Kilometern und deshalb als "klein" bezeichnet. Auf ihr liegen aber alle 3 gemeinhin als Hauptattraktionen empfundenen Tempelruinen.

 

Die meisten Reiseführer empfehlen deshalb für den ersten Tag die große und für den zweiten Tag die kleine Runde - einfach damit man der Gefahr aus dem Weg geht angesichts der großen Attraktionen auf der kleinen Runde am zweiten Tag von den Ruinen der großen Runde enttäuscht zu sein.

 

Eine weitere häufige Empfehlung sieht vor beide Runden gegen den Uhrzeigersinn zu absolvieren, weil man dadurch ein wenig gegen den Strom und somit gegen den Massenandrang schwimmt.

Wir haben es auch so gemacht. Ob es wirklich hilft!? - Keine Ahnung... Immerhin taucht dieser Tipp inzwischen so oft auf, dass man sich schon fragen könnte ob nicht vielleicht inzwischen die meisten gegen den Uhrzeigersinn unterwegs sind...

 

 

Tag 1 führte uns also auf die große Runde und Tag 1 fing denkbar mies an.

Wegen einer, wie wir später erfuhren, frühmorgendlichen Demo, war eine der Hauptverkehrsadern der Stadt komplett gesperrt und die zur Regelung des Verkehrs eingesetzten Polizisten erledigten ihren Job leider in etwa so chaotisch wie der Verkehr in Kambodscha ohnehin ist.

Mit 15 Minuten Anfahrt zur Tickethalle hatten wir gerechnet, tatsächlich wurden an diesem Morgen fast 60 Minuten...

 

Vielleicht lag es genau daran...

Vielleicht standen schlussendlich alle irgendwie im Stau...

Auf jeden Fall erwartete uns am Ticketschalter eine positive Überraschung - binnen weniger als 5 Minuten hatten wir unsere 3-Tage-Pässe.

Und das obwohl wir dort mitten in der Zeit (9-10 Uhr vormittags) ankamen, die aufgrund der verstärkten Ankunft von Reisebussen eigentlich als Stoßzeit mit langen Wartezeiten gilt.

Das Ticketcenter an sich erinnerte im Übrigen massiv an den Eintrittsbereich von Disneyworld und Co. - eine gigantische Reihe von Ticketschaltern, Souvenirläden, kitschige, irgendwie aber doch passende Architektur etc....

 

Das Ticketcenter liegt recht weit jenseits des Archäologischen Parks und so ging es vom Ticketschalter zurück ins Auto um die letzte Strecke bis zum Eingang in den Park zurückzulegen.

Die Spannung stieg etwas, denn im Vorwege hatte man die unterschiedlichsten Dinge gelesen - wirklich klar war uns nicht ob wir überhaupt mit dem eigenen PKW in den Park kommen oder der Zugang nur mit zugelassenem Tuk Tuk-Fahrer möglich ist. Ja, von Besuchern mit Miet-Rollern hatten wir gelesen, aber (es gibt eben bis heute so gut wie niemanden, der mit Miet-Auto unterwegs ist) von Autos auf den Parkgelände konnte man nirgendwo etwas lesen; und was die Roller-Fahrer angeht, da konnte man mitunter unschöne Storys von angeblich zickigen Polizisten auf dem Parkgelände lesen, die den Rollerfahrern die Weiterfahrt schlichtweg verweigerten obwohl außerhalb alles kein Problem war.

Na, wir waren gespannt...

Und wir wurden positiv überrascht... - Es ist überhaupt kein Problem mit dem PKW aufs Park-Gelände zu gelangen, sich innerhalb des Geländes kreuz und quer per Auto fortzubewegen und immer und überall einen Parkplatz zu finden!

 

Positiv überrascht hat uns auch die für diesen Tag ausgewählte Runde... - Erstens fanden wir schon die Tempel auf dieser vermeintlich weniger spektakulären Runde teilweise sehr beeindruckend und zweitens hielten sich die Menschenmassen, na, zumindest mehr in Grenzen als insbesondere von mir befürchtet.

 

Aber seht selbst:

Tag 2 führte uns auf die "kleine Runde" und damit u.a. zu Angkor Wat und dem Tomb Raider-Tempel...

 

Für hunderte von Menschen beginnt die kleine Runde bereits morgens um 5 Uhr kurz vor Sonnenaufgang am Angkor Wat.

Die Tempelruine bei Sonnenaufgang gehört zweifelsohne zu einem der populärsten Selfie-Spots der Welt.

 

Stephie wäre wohl nicht abgeneigt gewesen auch extra so früh dafür aufzustehen, aber ich konnte mich nicht überwinden.

Aus Zwang so früh aufstehen - das geht für mich gar nicht, obwohl ich ja überhaupt kein Langschläger bin; und dazu trieb mich die Sorge um, dass da morgens tatsächlich so schlimme Verhältnisse herrschen wie oft berichtet wird.

Glaubt man diesen Berichten, werden da schon frühmorgens im Kampf um den besten Foto-Spot die Ellenbogen ordentlich ausgefahren.

Nachtschlafende Zeit, Menschenmassen um mich herum und dann auch noch Rücksichtslosigkeit im verdammten Selfie-Wahn... - keine gute Idee für mich!

 

Alternativ folgten wir dem häufigen Tipp Angkor Wat mit kleinem Abstand zum Sonnenaufgang aufzusuchen - dann sollten die Sonnenaufgangsenthusiasten fort und die Reisebus-Kolonnen noch nicht da sein.

Auf dem Vor-Gelände entwickelt sich auch tatsächlich das Gefühl damit eine gute Entscheidung getroffen zu haben - es strömten eindeutig mehr Menschen raus als rein.

Mitten im Tempelbereich jedoch relativierte sich dieser positive Eindruck ganz schnell. Beispiel gefällig!? - Am Aufgang zu den Türmen hatte sich bereits eine stattliche Menschen-Schlange gebildet. Ähnlich wie vor den Achterbahnen in einem Freizeitpark informierten Schilder über die voraussichtliche Wartezeit an verschiedenen Stellen der Schlange. Es war 7.15 Uhr morgens und am Ende der Schlange wies das Schild auf eine Wartezeit von einer Stunde hin! Na, danke - wir verzichteten dann lieber auf den Aufstieg.

 

Immerhin - im Verlaufe der folgenden 5 Stunden und an den anderen Tempeln verteilten sich die Menschenmassen zumindest etwas besser.

Die Betonung liegt freilich auf "etwas", denn so angenehm wie am Tag 1 auf der großen Runde war es nirgends und zu keinem Zeitpunkt.

 

Wirklich noch einmal unangenehm voll wurde es, wie nicht anders zu erwarten, bei dem Tempel, der einst als Kulisse für den Tomb Raider-Film mit Angelina Jolie als Lara Croft diente.

Wie das idiotischer Weise so ist... - an den Plätzen, die im Film zu sehen waren, stapelten sich die Selfie-Süchtigen; an mindestens ebenso schönen Stellen, die nicht im Film zu sehen waren, konnte man ungleich entspannter ein Foto machen...

 

Um kurz bei der "Selfie-Hysterie" zu bleiben...

Diese Manie ist an so einem Ort ganz besonders penetrant und schwer erträglich!

Es ist ja ganz logisch... - wenn mehr oder weniger jeder einzelne Besucher unbedingt mit aufs Bild muss und sich dafür auch noch in unterschiedlichsten Haltungen und Positionen versucht ins perfekte Bild zu setzen, dann dauert es pro Person eine verdammte kleine Ewigkeit.

Wie die Lemminge stellt sich das Selfie-Pack in die Reihe und erträgt leidlich die scheinbar uferlose Selbstdarstellungssucht all der Menschen vor sich in der Schlange, um irgendwann dann selbst an der Reihe sein zu dürfen.

Und ich frage mich dann immer: Was ist jetzt hier eigentlich das Motiv!? - Der so außergewöhnliche Ort oder die Scheiß-Person, die sich davor in Szene setzt!?

Früher machte jeder ein Foto von dem Motiv und gut...

An diesem Tag musste ich oft daran denken, wie schön und vor allem schnell damals alles war...

Noch einmal komme ich mit Logik... - wenn alle Fotografen "nur" das eigentliche Fotomotiv fotografieren würden, dann könnten je nach Motiv locker 5 bis 10 Personen gleichzeitig ein Foto machen. Schon das würde die Dinge enorm beschleunigen. Da es zudem "nur" um das Motiv ginge und nicht noch um die perfekte Positionierung der Person davor, würde jeder deutlich weniger Fotos machen müssen, was das Ganze nochmals schneller machen würde...

Ach ja, früher...

 

Nun, immerhin schenkten uns der Tomb Raider-Tempel und der Selfie-Wahn per Zufall mal wieder für 1 1/2 Tage eine nette Reisebegleitung...

Rein zufällig waren wir Beobachter folgender Szene, die für das Verhalten chinesischer Reisegruppen leider typisch ist:

Obwohl vor einem der begehrteren Fotomotive bereits einige Menschen standen und auf ihre Fotochance warteten und eine Frau sich gerade für ihr Selfie in Stellung brachte, stürmte eine chinesische Reisegruppe wie die Axt im Walde neu in die Szenerie und machte sich sofort zu 100 % breit. Besagte andere Menschen, inkl. der Frau, wurden komplett ignoriert und die Chinesen begannen mit ihrer Selfie-Arie.

Jene Frau aber stemmte sich gegen die Masse und hatte damit sogar Erfolg! - Sie stellte sich einfach stur mitten ins Bild der Chinesen und als die dadurch dann doch plötzlich Notiz von ihr nahmen und sie aufforderten gefälligst Platz zu machen, antwortete sie trocken sinngemäß: "Wieso sollte ich!? Ihr habt eben keine Rücksicht auf mich genommen, also nehme ich auch keine Rücksicht auf euch!"

Wie schon angedeutet - die Ansage zeigte Wirkung und die Chinesen ließen zumindest ihr den Vortritt...

Ja, und wir zollten Respekt für den forschen Auftritt, kamen dabei ein wenig ins Gespräch und wie das dann manchmal so ist...- von nun an waren wir für die nächsten 1 1/2 Tage gemeinsam unterwegs.

Nach 1 1/2 Tagen trennten sich die Wege von Danica und uns dann schon wieder zwangsläufig, aber schon in Singapur im März wird es ein Wiedersehen geben.

Tja, mitunter ist die Welt sehr klein...

 

Aber jetzt sollen wieder Bilder sprechen!

Schaut euch die schönen Seiten auch der kleinen Runde an:

Tag 3 schließlich haben wir wie geplant genutzt.

Gemeinsam mit Danica konnten wir Dank unseres Autos am Vormittag zunächst auch die deutlich jenseits der kleinen und großen Runde gelegenen Ruinen besuchen und am frühen Nachmittag schließlich haben wir das auf den beiden Runden angeschaut, was wir an Tag 1 und 2 nicht geschafft haben.

Insgesamt hielten sich die Menschenmassen in Grenzen.

Nur in einem Tempel, in dem mit den vielen Buddha-Gesichtern (den wir an diesem Tag zum zweiten Mal besucht haben), war wieder die ganze Unvernunft der Menschen zu sehen - es war sehr voll und von Rücksichtnahme war nicht viel zu sehen!

Ja, es war so schlimm, dass die Polizei (!) fleißig damit beschäftigt war insbesondere Chinesen zurückzupfeifen, die fürs perfekte Selfie auch wie selbstverständlich abgesperrte Bereiche betraten.

 

Tja, viele Experten sind überzeugt, dass die gigantischen Ruinen dem Untergang geweiht sind... - und zwar vor allem auch genau wegen diesem ignoranten Verhalten der Menschen...

Alles wird erklettert, alles wird angetatscht, explizite Hinweise werden ignoriert... - den zerbrechlichen Strukturen und den teilweise unfassbar kleinteiligen Künstlerarbeiten im Mauerwerk tut das nicht gut... Selbst menschlicher Schweiß zerstört auf Dauer die Bausubstanz. Aber wen interessiert das schon... Bitter...

 

Noch gibt es die schönen Dinge zu sehen, noch...:

battambang

Battambang und Umgebung bieten auf den ersten Blick jetzt nicht so wahnsinnig viele touristische Highlights, aber ein paar gibt es doch.

 

Und vor allem bot sich ein Zwischenstopp in Battambang deshalb an, weil wir sonst eine Fahrt von 11 1/2 Stunden von Siem Reap an die Küste bei Kep und Kampot zu bewältigen gehabt hätten.

In Europa wäre ich vielleicht auch heute noch bereit mal fast 12 Stunden Fahrt auf mich zu nehmen, in den USA sogar ganz bestimmt, aber hier in Kambodscha!? - No way! Dazu sind die Straßenverhältnisse zu übel und damit die Anforderungen an die Konzentration zu hoch.

 

Auf der Suche nach einem lohnenswerten Zwischenstopp auf der 11 1/2 Stunden-Strecke stießen wir schnell auf Battambang.

Halbiert wurde die Strecke dadurch zwar nicht, aber immerhin konnten wir aus 11 1/2 Stunden auf einer Etappe, zwei Etappen mit einmal rund 4 und einmal wenigstens "nur" 7 1/2 Stunden machen.

 

Hauptattraktion von Battambang ist zweifelsohne der Bamboo Train.

Oder sollten wir vor Ort feststellen, dass wir "war" hätten schreiben müssen!? - Die Angaben zum Bamboo Train waren in aktuellen Blogs und Vlogs höchst unterschiedlich. Tendenziell deutete sich aber an, dass es diese touristische Attraktion nicht mehr gibt.

Wir können hiermit klarstellen: Es gibt den Bamboo Train und es wird ihn auch weiterhin geben!

 

Zum Hintergrund: Der "Bamboo Train" ist eine Draisine auf die im Grunde genommen eine etwas stärkere Bambusmatte als Sitzgelegenheit aufgelegt ist und mit dieser Draisine können sich Touristen durch die Landschaft fahren lassen.

Bisher erfolgte das sehr charmant und nostalgisch auf einer alten, einspurigen Bahnstrecke. Einspurig bedeutete in diesem Fall, dass es während der Fahrt zum Erlebnis dazu gehörte, dass bei Gegenverkehr eine der Draisinen komplett von den Gleisen geholt werden und nach Durchfahrt der anderen wieder darauf zurückgesetzt werden musste.

Diese alte Strecke ist inzwischen tatsächlich nicht mehr existent - schade!

Chinesische Investoren haben jedoch das Potenzial erkannt und einfach an anderer Stelle eine neue Strecke für den Bamboo Train installiert.

Die Nostalgie und das Besondere sind nun etwas verloren. Na ja, die ganze Anlage ist neu, am Ende der Strecke entsteht gerade ein kleines touristisches Dorf mit Bambushütten auf Stelzen, einer kleinen Gartenanlage u.s.w., man sitzt nicht mehr direkt auf der Bambusmatte, sondern auf darauf gestellten Lederbänken und die Strecke ist zweispurig (das Runterholen der Draisine bei Gegenverkehr entfällt also leider).

Spaß aber hat es trotzdem gemacht und für 5 Dollar kann und sollte man das ruhig mitnehmen, wenn man in Battambang ist.

 

Gleich um die Ecke gibt es noch eine recht schöne Tempelruine und einen kleinen See, der den Einheimischen als Ausflugs- und Picknick-Ziel dient.

 

Herauszuheben sind ansonsten touristisch natürlich noch die Killing Cave und die Höhle, aus der allabendlich mehr als 1 Milllon Fledermäuse ausfliegen.

Cave, Höhle und Tempelanlagen auf dem Berggipfel liegen direkt beieinander und können daher ideal an einem Nachmittag zusammen besucht und abgehakt werden.

 

Was die Höhle und die Fledermäuse angeht - das wäre eigentlich idealer Stoff für den Vlog, denn auf Fotos kann man den nicht enden wollenden Strom der kleinen Fledermäuse kaum festhalten. Leider kann ich an dieser Stelle nicht auf unseren Vlog zu Battambang verweisen, da uns die Aufnahmen davon (und auch von der Killing Cave und anderen Plätzen) leider verloren gegangen sind.

 

Aber zurück zu den Fledermäusen - pünktlich zum Sonnenuntergang verlassen Tag für Tag mehr als eine Million Fledermäuse über einen großen Höhlenausgang ihren Schlafplatz.

An der Straße direkt unterhalb des Höhlenausgangs sind zahlreiche Stühle aufgestellt und mit einem Getränk von einem der Stände kann man sich dort niederlassen und entspannt auf das Schauspiel warten.

Zunächst zeigen sich vereinzelte Fledermäuse am Ausgang und fliegen vorsichtig rein und wieder raus, aber dann, kurze Zeit später, beginnt das Massenphänomen - eine gute halbe Stunde lang ergießt sich ein nicht enden wollender, gleichmäßiger Strom von Fledermäusen aus dem Höhlentor - das ist schon ein beeindruckendes Schauspiel...

 

Bergaufwärts liegt zum einen die Killing Cave und zum anderen ganz oben eine Tempelanlage voller Affen und schöner Aussichten.

Kurze Erklärung zur Killing Cave:

Weiter oben im Bericht zu Phnom Penh haben wir euch schon von der Schreckensherrschaft der Roten Khmer und ihrem Völkermord berichtet.

Bei der Killing Cave haben es sich die Roten Khmer besonders einfach beim Morden gemacht - sie haben die Opfer einfach in den tiefen Abgrund einer Höhle gestoßen.

In dem Wissen darum ist der natürlich auch heute noch vorhandene Abgrund schon bedrückend, ansonsten erinnert aber nur noch eine kleine Stupa voller Totenschädel in der Höhle an diese schlimmen Verbrechen.

 

Nahe der Stadt gab es im Übrigen ein weiteres Killing Field.

Auf dem Gelände eines Tempels befindet sich daher eine weitere Stupa voller Knochen und Totenschädel und rund um die Stupa sind die grauenvollen Taten der Roten Khmer beispielhaft und beeindruckend in Stein gemeißelt.

 

Und nun wie immer ein paar Impressionen:

KEP / kampot

Asien - das Meer - und wir... - wir sollten es irgendwie lassen!

 

Im letzten Jahr war die Insel Penang in Malaysia die allergrößte Enttäuschung der drei Monate, dicht gefolgt von den thailändischen Inseln Koh Samet und Koh Chang.

 

Trotzdem sah unser Plan vor, dass unsere Zeit in Kambodscha diesmal mit einer Woche voller Entspannung (na ja, nach rund 6 Reisewochen und direkt vor weiteren 6 Reisewochen tut eine kleine Auszeit einfach mal Not) an der Küste bei Kep und Kampot ausklingen würde.

 

So clever immerhin waren wir - den ebenfalls nahe Kep und Kampot gelegenen Badeort Sihanoukville haben wir komplett links liegen lassen; gilt doch dieser Ort schon seit Jahren als Ballermann oder Pattaya Kambodschas...

Dem Hauptort des Massen- und Primitiv-Tourismus waren wir also aus dem Weg gegangen.

 

Und im Grunde genommen war es auch in Kep und Kampot gar nicht so sehr dieser negative Aspekt unschönen Tourismus, der die letzte Woche in Kambodscha ein wenig enttäuschend verlaufen ließ...

 

Tja, was war es dann!?...

Hm, es kam einfach einiges zusammen...

 

Im Vordergrund sollte ja wie gesagt die Entspannung stehen und genau in Sachen Entspannung waren die Rahmenbedingungen nicht so ganz einfach.

 

Bei täglich annähernd 35 Grad wäre es im Interesse der Entspannung gewesen, wenn der Tagesablauf ähnlich wie schon in Siem Reap ausgesehen hätte... - einen halben Tag lang Tagestour-Programm und den Rest des Tages ein wenig ausspannen.

 

Option 1 für Entspannung in Kep ist theoretisch der Strand.

Wie nicht anders zu erwarten war das Meer einmal mehr nicht gerade glasklar und türkisblau, sprich mal wieder enttäuschend und fern der Postkarten-Idylle.

Dafür war aber die Wassertemperatur (28 Grad) sehr angenehm, der Strandsand recht schön und die Zahl der Menschen erfreulich überschaubar.

Mit der Entspannung wurde es deshalb nichts, weil es keinerlei Schatten gab!

Wenn man schon einen halben Tag durch die Hitze gelaufen/gewandert ist, dann ist es einfach nicht entspannend anschließend stundenlang direkt in der Sonne am Strand liegend vor sich hin zu brutzeln.

Der Strand von Kep liegt quasi ganztägig in der Sonne und einzige, sozusagen kommerzielle, Schattenoption sind leider an der Straße oberhalb des Strandes aufgestellte Klappstühle und sogar jenseits der Straße positionierte überdachte Hängematten. Für uns Beides keine Option und so war nach spätestens zwei Stunden Schluss mit Strand...

 

Option 2 für Entspannung wäre in so einem Fall natürlich der Pool der Unterkunft (so wie z.B. in Siem Reap).

Aber in unserer Unterkunft gab es diesmal keinen Pool. Dumm gelaufen...

 

Option 3 wäre dann wenigstens der Balkon oder in unserem Falle die Terrasse vor der Hütte.

Anders als z.B. im Mekong Delta gab es diesmal auf der Terrasse unseres Holzbungalows nur eine Hängematte, d.h. in den Genuss des Relaxens in der Hängematte konnte nur einer zur Zeit von uns kommen - auch irgendwie blöd...

Zu allem Überfluss ballerte die Sonne ab nachmittags auch auf die komplette Terrasse unseres Bungalows und gab es null Sonnenschutz dort.

Tja, auch keine Lösung für Entspannungssuchende...

 

Vierte und letzte Option blieb dann eigentlich nur noch das Bett im Bungalow... - einfach ein wenig lang machen und vielleicht sogar für ein kleines Stündchen mal einpennen dabei...

Ach ja, nach der äußerst schweißtreibenden Wanderung durch den Kep Nationalpark haben wir genau das tatsächlich versucht, aber ihr könnt euch sicher vorstellen wie warm es in so einer Holzhütte ist, wenn es draußen schon fast 35 Grad hat, oder!? Da nützt auch kein Ventilator etwas - keine Chance auf einen entspannenden kleinen Mittagsschlaf...

 

Ja, lange Rede, kurzer Sinn - all die geschilderten Umstände führten dazu, dass wir genau das in Kep/Kampot nicht gefunden haben, was wir gesucht haben und gebraucht hätten: Entspannung...

 

 

Hm, wenn dann wenigstens die täglichen Ausflüge für viele Highlights gesorgt hätten, dann wäre das ein gewisser Ausgleich für die entgangene Entspannung gewesen; jedoch gestaltete sich auch dieser Aspekt etwas schwierig...

 

Obwohl diese Küstenregion neben der Hauptstadt und neben Siem Reap mit den Tempelruinen die touristisch am stärksten erschlossene Gegend Kambodschas ist, waren die Straßen in einem erbärmlichen Zustand.

Schon im abgelegenen und touristisch nun wirklich noch nicht auf der Landkarte befindlichen Banlung hatten die teilweise üblen Straßenverhältnisse ja leider dazu geführt, dass wir z.B. den einen oder anderen Wasserfall mit unserem "normalen" PKW schlicht und ergreifend nicht erreichen konnten.

Hier rund um Kep und Kampot jedoch waren die Straßen wider Erwarten noch, mit Verlaub, beschissener.

Irgendwann hatten wir Beide einfach die Schnauze voll vom permanent durchgeschüttelt werden; allein auf der einen kurzen Strecke setzte das Auto mehr als ein halbes Dutzend mal krachend auf dem Boden auf; nach einer Tour befürchteten wir das "Vergnügen" eines Reifenwechsels vor uns zu haben, aber gottlob war der linke Vorderreifen "nur" angeschlagen und hatte so einen großen Teil seiner Luft verloren (was er fortan nach einigen Tagen wieder tat...).

Manch eingeplanten Besuchspunkt mussten wir mit Blick auf die Beschaffenheit der Straßen wieder von der Liste streichen und so stieg man irgendwie allmorgendlich etwas missmutig ins Auto und dachte schon vor Abfahrt darüber nach was die Tour wohl so an bösen Überraschungen parat halten wird...

 

Aus diesem Zusammenspiel von fehlender Entspannung und Schwierigkeiten beim Erreichen der Wunschziele entwickelte sich für die Tage in Kep und Kampot ein eher negatives Gefühl.

 

Aber halt! - Ein paar schöne Stunden hatten wir zum Glück trotzdem!

 

Richtig schön war die Kayak-Tour auf dem Kampot River - die Sonne war am Vormittag noch erträglich; die Natur, durch die wir glitten teilweise sehr schön; da wir kaum anderen Menschen begegneten, konnten wir die Idylle richtig genießen; und spottbillig war das ganze Vergnügen auch noch: gerade einmal 6 Euro betrug die zweistündige Miete für ein Zweier-Kayak!

 

Ebenfalls unvergesslich bleibt der Nachmittag auf dem Bokor-Mountain vor den Toren der Stadt Kampot.

Eine Serpentinenstrecke führt in etwas mehr als 30 Minuten hinauf auf den Berggipfel und damit in the middle of nowhere.

Mitten dort oben im Nirgendwo hat man vor einigen Jahren einen regelrechten Hotel- und Freizeitkomplex hochgezogen - mit 5-Sterne-Hotel, Casino, einer christlichen Kirche, mehreren buddhistischen Tempeln und Gedenkstätten u.s.w..

Komplett vergilbt am Rande des größten Hotelkomplexes findet man noch einen großen Aufsteller mit einer Art Park-Map.

Komplett vergilbt deshalb, weil das Ganze ein Mega-Flop wurde und zwischenzeitlich wieder geschlossen wurde.

Chinesische Investoren (wer sonst...) wollen das Areal aktuell aber unbedingt wieder beleben, bzw. betreiben Teile bereits wieder, und so wirkt das ganze Areal dort oben aktuell schon sehr, ja, skurril. 

Auf der einen Seite prangt auf Hochglanz poliert ein 5-Sterne-Schild an einer der Säulen vor dem Eingang zum Haupt-Hotelkomplex, auf der anderen Seite sieht das ganze Gebäude arg verwittert, alles andere als einladend und mehr oder weniger verlassen und fast unbewohnbar aus.

Auf der einen Seite gewähren einem Wachleute ohne Weiteres generös Zugang zu den Gebäuden, wo man dann parallel auf stockfinstere, verstaubte Hotelflure und leere oder zugestellte Ballsäle, aber auch auf einen zwar menschenleeren, doch aber offensichtlich aktiven Poolbereich trifft, auf der anderen Seite kam aber am Rande des offensichtlich bereits wieder aktiven Casinos ein Mitarbeiter hektisch angerannt und pochte mit Vehemenz auf ein Fotografier-Verbot.

Sehr merkwürdig, aber irgendwie auch ein Erlebnis.

 

Gleiches gilt für den Rest dort oben auf dem Berg - vieles ist in einem erbärmlichen Zustand, wirkt dadurch aber irgendwie auch besonders oder anders formuliert verwunschen.

An unserem Besuchstag hatten wir zudem das Glück, dass äußerst dichte Nebelschwaden aufzogen, was dem Ganzen eine geradezu mystischeAtmosphäre verlieh.

Mit Fernsicht war es nicht weit her, aber dafür war es eben außerordentlich stimmungsvoll...

 

Kleine Einschränkung - bei der Fahrt die Serpentinen wieder hinunter hätten wir gut auf den Nebel verzichten können, aber ganz im Gegenteil wurde er noch dichter (Sichtweite zum Teil kaum mehr als ein Meter!) und gesellte sich auch noch kräftiger Regen dazu.

Na, immerhin saßen wir trocken im Auto. Die zahlreichen Roller-Fahrer hatten es da ungleich mieser getroffen...

 

Ja, und ansonsten!? Was gab es noch in Kep und Kampot!?...

 

Unter Gourmets gilt Kampot-Pfeffer als bester Pfeffer der Welt!

Es gibt zahlreiche ökologische Pfeffer-Plantagen in der Region, die man besuchen kann.

Wenn man schon in der Region ist, sollte man ruhig an einer kostenlosen Führung teilnehmen.

Wir haben das auch getan. Man ist nicht stundenlang damit beschäftigt, aber es erschließen sich ein paar interessante Einblicke und wir haben die Chance genutzt um ab März das Urteil der Gourmet-Welt überprüfen zu können - wir haben uns etwas von dem hochgelobten, einzigartigen Pfeffer gekauft...

 

Unseren letzten Tag in der Region schließlich haben wir zu großen Teilen im Kep Nationalpark verbracht.

Hm, irgendwie war der Kep Nationalpark ein Stück weit exemplarisch für unsere Eindrücke von Kambodscha insgesamt.

Zunächst einmal muss klar gesagt werden, dass der Einritt (1 Dollar pro Person) unglaublich günstig ist. Die Art wie der Eintritt kassiert wird, ist allerdings auch irgendwie typisch - obwohl es auch offizielle Eintrittspforten gibt, fährt ein Ranger den ganzen Tag mit seinem Roller durchs Parkgelände, passt die Besucher ab, lässt sie sich in ein Büchlein eintragen und kassiert dann den einen Dollar.

Der Park an sich bietet grundsätzlich durchaus schöne Dschungel-Natur, ist touristisch gesehen jedoch in einem eher erbärmlichen Zustand. Die Bänke an zum Teil zugewucherten Aussichtspunkten sind teilweise verwittert, die Beschilderung ist eher dürftig (und ist ohnehin nur der Initiative eines örtlichen Cafés zu verdanken und nicht etwa der Nationalparkverwaltung, der Stadt oder so), Nebenwege werden inzwischen gar nicht mehr instand gehalten und sind daher verwildert und mitunter kaum noch auffindbar u.s.w.

Zu allem Überfluss ist es auch noch gestattet mit dem Motorroller durch die Waldwege des Nationalparks zu knattern, was tatsächlich dazu führt, dass vornehmlich junge, dämliche Touristen durch die Stille der Natur brettern und jegliche Tierwelt verscheuchen. 

Klar, Spaß gemacht hat die Wanderung irgendwie trotzdem (obwohl sie fast unerträglich schweißtreibend war), aber man kommt halt nicht umhin immer wieder zu denken, was man daraus machen könnte, wenn man sich etwas mehr Mühe geben würde...

Ein kleines Fazit - Warum Kambodscha Schlusslicht unserer Asien-Rangliste ist...

Ein Reinfall war Kambodscha für uns nicht - dafür gab es trotz aller Unwägbarkeiten einfach zu viele schöne Eindrücke und nicht zu unterschätzen fast durchgängig hochsommerliches Wetter.

 

Aber wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich ein Reiseland in Asien für weniger empfehlenswert als Malaysia einstufen könnte, dann hätte ich denjenigen vermutlich für verrückt erklärt...

Jetzt aber muss ich ganz klar sagen, dass Kambodscha neues Schlusslicht unserer Asien-Rangliste ist.

 

Auf Platz 1 liegt für uns weiterhin Thailand.

Ja, wir haben etwas mit dem Süden Thailands, respektive Inseln und Stränden dort, gehadert, aber insgesamt war Thailand für uns ein großartiges Reiseland.

Insbesondere im Norden Thailands war die Mischung aus noch vorhandener Ursprünglichkeit und unsere Art zu Reisen und unsere Erwartungen begünstigenden westlichen Einsprengseln ideal.

Das Wetter war gut, wir haben wenig Probleme mit dem Essen für uns Vegetarier gehabt, die Menschen (insbesondere im Norden) waren wundervoll herzlich, die Infrastruktur war gut (weitgehend gut befahrbare Straßen, überall Cafés, Supermärkte oder zumindest an jeder Ecke ein Seven Up etc.), die touristischen Anziehungspunkte waren überwiegend in gutem Zustand und die Landschaft bot einiges an Abwechslung.

 

Ganz dicht hinter Thailand auf Platz 2 liegt für uns nun Vietnam.

Eigentlich ist Vietnam in fast jeder Hinsicht mit Thailand vergleichbar, auf einem ähnlichen Stand wie Thailand...

Die Menschen waren ebenso herzlich, die Infrastruktur zumindest ähnlich gut, in Sachen Essen hat es uns Vietnam sogar fast noch ein wenig leichter gemacht als Thailand.

Nur das Wetter war leider deutlich schlechter als in Thailand, aber das war wohl einfach Pech, denn normalerweise ist der Dezember ein idealer Reisemonat für Vietnam.

 

Während Thailand und Vietnam für uns also fast gleichauf liegen und wir uns gut vorstellen können beide Länder erneut zu bereisen, folgt in unserer Asien-Rangliste nun gefühlt eine lange Leerstelle.

 

Und erst dann, mit gehörigem Abstand, folgt auf Platz 3 Malaysia.

Es gab Tage, da habe ich Malaysia verflucht auf unserer letztjährigen Reise, aber in der Rückschau muss ich schon sagen, dass das primär daran lag, dass es eben einzig in Malaysia verdammt frustrierend war als Vegetarier nach Essen Ausschau zu halten.

Nicht zu vergessen, dass wir die Inseln Langkawi und vor allem Penang arg enttäuschend fanden (aber das gilt ja auch für die Inseln in Thailand und in Vietnam haben wir Badeurlaub gänzlich ausgespart).

Wenn der Faktor Essen Tag für Tag in Stress und Frust ausartet, dann ist das über mehrere Reisewochen hinweg einfach ein Faktor, der das ganze Reiseerlebnis runterzieht.

Aber ansonsten... - das Wetter war prima, das Land bot Abwechslung, die Infrastruktur war ähnlich gut wie in Vietnam und Thailand u.s.w....

 

Kambodscha hat es uns in Sachen Essen deutlich einfacher als Malaysia gemacht! 

Wir hatten kaum einmal Probleme Essen zu finden und Stephie hat mit dem traditionellen Khmer Amok (natürlich die vegetarische Variante) sogar eine neue Lieblingsspeise für sich entdeckt.

Das Wetter war fast durchgängig hochsommerlich - auch diesbezüglich gibt es keinen Grund zur Klage.

Die Menschen waren ganz grundsätzlich ähnlich herzlich wie eigentlich überall in Asien.

 

Warum also landet Kambodscha auf Platz 4 hinter Malaysia!?

 

Die Gründe sind mannigfaltig...

 

Nirgendwo war die Armut so offensichtlich wie in Kambodscha, nirgendwo war die Gier mit uns als Tourist ein wenig Geld zu verdienen so mitunter aufdringlich, nirgendwo war die komplette Ignoranz von Umweltaspekten so offensichtlich und nirgendwo sprachen die Menschen überwiegend so wenig, um nicht zu sagen gar kein, Englisch.

Bei aller Herzlichkeit war der Kontakt zu Einheimischen deshalb manchmal auch einfach anstrengend.

 

Katastrophale Straßenverhältnisse machten das durchs Land Reisen manchmal ziemlich anstrengend und langwierig und natürlich war es enttäuschend, wenn man manch touristischen Anziehungspunkt ob der desolaten Straßenverhältnisse gar nicht erreichen konnte.

Nicht wenige vermeintliche touristische Anziehungspunkte waren zudem eher ein klein wenig enttäuschend - insbesondere die Tempel (nein, nein - nicht die Ruinen in Siem Reap, sondern eben die heute noch betriebenen) waren oft weit schmuckloser und zugemüllter als in Thailand.

 

Außer in Siem Reap und Phnom Penh gab es keinerlei Supermärkte, kaum Cafés (außerhalb der Ortschaften schlichtweg gar nicht), keinen Seven Up an jeder Ecke - auch das gestaltete, ja sozusagen, den Alltag etwas schwieriger als in Thailand, Vietnam und Malaysia.

 

Und landschaftlich schließlich bot Kambodscha auch verdammt wenig Abwechslung. Selbst bei einer 7-Stunden-Fahrt über Land hatte man das Gefühl, dass stets alles irgendwie gleich aussieht.

 

Es war interessant das Land einmal zu bereisen, einige Eindrücke bleiben für immer, aber nach den gut 4 Wochen gibt es eigentlich keinen Flecken mehr im Land, den wir noch nicht gesehen haben und daher ist es für uns ausgeschlossen Kambodscha noch einmal zu bereisen und jedem, der eine Reise nach Asien plant, würden wir unbedingt Thailand und Vietnam mehr ans Herz legen, ja ein klein wenig sogar Malaysia...

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