Warum Tipps für Filme und Serien auf den Streaming-Diensten auf einem Reise-Blog!?

Na ja, auch auf Reisen gibt es mal einen verregneten Tag oder einen Tag, an dem man einfach mal durchatmen will.

Und dabei helfen dann vielleicht auch unsere Tipps hier...

 

 

Früher waren wir gefühlt einmal die Woche im Kino und selbst im USA-Urlaub ging es gerne mal ab in den Kinosaal... Heute ist es dann doch eher das Heimkino...

Früher waren es gerne u.a. auch typische Blockbuster bis hin zu Superhelden-Filmen... Heute sind es weit eher kleine Indie-Perlen und Dokus - echte Entdeckungen halt...

Und, na ja, ist wohl alles auch dem Alter ein Stück weit geschuldet...

Zu entdecken gibt es hier trotzdem hoffentlich einiges (nicht zuletzt dank netflix und Amazon prime video)...

MUDBOUND

                            (Stand 12.17 abrufbar auf netflix)

Die USA - das Mississippi-Delta während und kurz nach dem 2. Weltkrieg.

Eine weiße Familie und eine schwarze Familie...  Ein weißer und ein schwarzer Soldat, die aus dem Krieg zu eben diesen Familien zurückkehren.

Dies sind die Eckpunkte um die sich dieser berührende und thematisch/gesellschaftlich hochaktuelle Film dreht.

In den Schrecken des Krieges haben die beiden Soldaten die damals noch tiefen Vorurteile und Grenzen zwischen ihren Rassen überwunden, aber zurück in der Heimat holt sie der Schrecken der Rassentrennung auf bitterste Art wieder mehr und mehr ein.

Eine tolle Schauspielerriege, großartige Bilder des rauen Farmerlebens, eine melancholische Erzählweise, die gekonnt zwischen Momenten der Hoffnung und trister, grausamer Ausweglosigkeit wechselt.

Unfassbar, dass dieser Rassenwahn so ungefiltert noch vor kaum 70 Jahren tobte...

Unfassbar, dass hüben wie drüben das üble Gedankengut noch immer existiert und sogar eine Renaissance erlebt...

 


Transparent (Season 1,2,3,4)

(Stand 11.17 abrufbar auf amazon prime)

Am 3.11.17 geht die 4. Staffel der großartigen Serie "Transparent" online!

Selbstverständlich gibt es weiterhin auch die ersten 3 Staffeln - Zeit diese Serienperle zu entdecken, falls noch nicht geschehen!

Die Bezeichnung "Queer Dramady" bezeichnet "Transparent" vielleicht am Besten.

Im Mittelpunkt steht die dysfunktionale Familie Pfefferman - jeder in der Familie versucht sich am normalen Lebensalltag, hat jedoch so sein individuelles Päckchen zu tragen und so seine Macken. Alle drei Kinder sind nicht wirklich beziehungsfähig und stehen somit ihren geschiedenen Eltern in Nichts nach. Das Leben der Pfeffermans ist eigentlich schon eigenwillig und kompliziert genug, aber dann kommt Familienoberhaupt Morton in fortgeschrittenem Alter auch noch mit einem Coming Out um die Ecke...

Die großartige Jill Solloway (auch: Six feet under, I love Dick (siehe unten)) hat für ihre Serie eine tolle Schauspielerriege gewinnen können und ihre kunstbeflissene Regiearbeit tut ein übriges - als Zuschauer lacht und weint man mit den Pfeffermans und obwohl die Charaktere reichlich schräg sind, fiebert man mit jedem Einzelnen von ihnen mit.

Schräg und irgendwie doch nah am Leben...


Stranger things (season 1 & 2)

(Stand 10.17 abrufbar bei netflix)

Seit dem 27.10.17 ist Staffel 2 bei Netflix abrufbar!

Im Sommer 2016 landete Netflix mit der ersten Staffel von "Stranger Things" einen überraschenden Mega-Erfolg - niemand hatte diese Genre-Perle wirklich auf der Rechnung und dann gingen Kritiken und Abrufe durch die Decke.

Zurecht, wie ich finde!

Meine Jugend lag vor allem in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und war damit filmisch geprägt von Filmen wie "E.T.", "Die Goonies" oder "Stand by me".

Genau hier ist "Stranger Things" zu verorten - die Serie fängt perfekt die 80er Jahre (Settings, Kleidung, Musik etc.) an sich ein und atmet den Geist der genannten Filme - eine Gruppe von Kindern auf der Schwelle zum Erwachsenwerden durchlebt ein unglaubliches, unheimliches Abenteuer.

Im Falle von "Stranger Things" machen sich 3 Freunde im ländlichen Indiana auf die Suche nach ihrem verschwundenen Freund. Polizei und Behörden finden partout keine Spur. Die 3 Jungs aber stoßen auf mysteriöse Geheimnisse, unerklärliche Phänomene, dunkle Verschwörungen und ein geheimnisvolles Mädchen...

 


Master of none (season 2)

(Stand 10.17 abrufbar auf netflix)

Im Mittelpunkt von "Master of none" steht der indisch stämmige Einwanderer Dev, der mit Anfang 30 noch immer seinen Platz im Leben sucht - sei es im Job als Schauspieler, im Leben oder in der Liebe.

Das Leben bieten ihm scheinbar unendlich viele Möglichkeiten, aber genau dies ist vielleicht das Problem - etwas verloren stolpert Dev durch ein Meer aus Optionen und die Straßen von New York City.

In der Serie geht es entsprechend um die Dinge des Lebens - um Familie, Karriere, Liebe, kulturelle Unterschiede, Religion bis hin zur Philosophie in Sachen Genuss und Ernährung.

Der Serie gelang schon in der ersten Staffel ein angenehmer Mix aus alberner Ausgelassenheit, viel Wortwitz und Situationskomik auf der einen Seite und auf der anderen Seite künstlerischem Anspruch und einer gewissen Melancholie.

Staffel 2 übertrifft die starke erste Staffel noch bei weitem!

Neben vielen anderen Aspekten steht in Staffel 2 ganz klar die Suche nach der einen großen Liebe im Fokus - und genau in diesem Schwerpunkt zeigt sich "Master of None" wunderbar - Musik, Schauspiel und die gefundenen Bilder für das Thema Große Liebe suchen zeitweise ihresgleichen - eine Ode an die Liebe.

Wir konnten kaum abwarten wie es weitergeht mit Dev und... (no Spoiler!)...

 

P.S.: Wir schauen "Master of None" im Original mit Untertiteln und möchten das jedem empfehlen! Für die Qualität der deutschen Synchronisation übernehmen wir lieber keine Garantie...

 


Awake -                                                           a dream from standing rock

(Stand 09.17 abrufbar bei Netflix)

Auch heute noch werden die Rechte indigener Völker im Grunde nur so lange respektiert, wie es unserer Weltordnung in den Kram passt. "Wir" brauchen im Amazonasgebiet mehr Platz für Palmöl- oder Viehplantagen!? - Na, dann werden die Ureinwohner halt mal kurzerhand zur Umsiedlung gezwungen. Beispiele gibt es leider viele. 

Die Doku "Awake - A dream for Standing Rock" zeigt auf eindrückliche Weise ein aktuelles Beispiel aus den USA.

Einst wurden die Ur-Einwohner von der US-Regierung gewaltsam von ihrem Land vertrieben, ein gewaltiges Stück weit ihrer Kultur und Identität beraubt und in Reservate zwangsumgesiedelt. Hier leben sie nun schon weit mehr als einem Jahrhundert unter schwierigen Bedingungen.

Nun soll mitten durch das Reservat der Sioux vom Stamme Standing Rock eine Öl-Pipeline verlaufen. Die Sioux sorgen sich - wegen der Gefahren fürs Trinkwasser und weil ihre heiligen Stätten betroffen sind.

Es entsteht ein Protestcamp, dem sich schon bald auch viele nicht-indigene Umweltschützer anschließen.

Die Bagger rollen an, der Staat fährt zum Schutz der Konzerninteressen ein massives Polizeiaufgebot auf. Die Polizei positioniert sich ausgerechnet auf einem heiligen Berg der Sioux und bezeichnet jede Annäherung an diese Gedächtnisstätte als einen Akt der Gewalt.

Die Bilder vom kürzlichen G20-Gipfel in Hamburg zeigen wie so eine Situation eskalieren kann.

Die Sioux aber geben uns eine Lehrstunde - obwohl die Polizei und der private Sicherheitsdienst der Öl-Konzerne weit aggressiver auftreten als unsere Polizei in Hamburg, bleiben sie standhaft, aber tief spirituell und friedlich.

Und so ist die Doku "Awake" ein Lehrbeispiel in Sachen Umweltbewusstsein und friedlicher Zivilcourage und parallel ein böser Spiegel für die dramatisch verzerrte Welt unseres kapitalistischen Systems...


Chasing ice

(Stand 09.17 abrufbar bei Netflix)

Weiter unten habe ich die brandneue Dokumentation "Chasing Coral" angepriesen, in der uns die Auswirkungen des Klimawandels auf die Korallenriffe veranschaulicht werden.

Der Vorgänger-Film heißt "Chasing Ice" und ist optisch vielleicht sogar noch beeindruckender.

Auch in Chasing Ice  geht es um die Auswirkungen des Klimawandels; in diesem Fall aber auf die Gletscher und das vermeintlich ewige Eis.

In teilweise unfassbar schönen Bildern wird uns die Schönheit dieser fernen, weißen Welt veranschaulicht. Um so schmerzhafter ist dann der Teil der Dokumentation, der mit raffinierter Zeitraffer-Technik veranschaulicht wie dramatisch schnell  diese Welt durch den Klimawandel (für immer) verschwindet.

Großartig und traurig zugleich...


expedition happiness

"Zu tun was du willst ist Freiheit. Zu mögen was du tust ist Glück."

Diese zwei Sätze finden sich unten auf dem Kinoplakat zu dieser Doku und beschreiben schon ganz gut den Geist, der hier über allem steht.

Ein junges deutsches Paar bricht samt Hund zu einem großen Trip auf. In einem selbst aufwendig umgebauten ehemaligen Schulbus wollen sie die beiden amerikanischen Kontinente bereisen.

Nach dem Start in den USA soll es zunächst hoch nach Kanada und Alaska gehen und von dort dann immer südwärts bis runter an den Südzipfel Südamerikas in Argentinien.

Entstanden ist eine Reise-Doku voller Lebensgefühl und Authentizität - schöne Landschaftsaufnahmen, musikalisch perfekt untermalt von selbstproduzierter Musik, wechseln sich ab mit Alltagsbeobachtungen und ehrlichen Statements zum Auf und Ab so eines Abenteuers.

Es macht Spaß den Beiden zu folgen, macht, trotz aller nicht verschwiegenen Unzulänglichkeiten während so einer außergewöhnlichen Reise, Lust auf Weltreise und ist so sicher eine gute Blaupause für das, was man auf einer Weltreise so erwarten kann und muss...


HUMAN - DIE MENSCHHEIT

(Stand 09.17 abrufbar bei Amazon Prime)

Über eine Länge von 2 Stunden und 23 Minuten gibt Regisseur Yann Arthus-Bertrand Menschen verteilt über den gesamten Globus Raum um vor der Kamera ihre manchmal alltägliche und oft bis tief ins Mark in ihnen verwurzelte Sicht auf die schönen und fürchterlichen Dinge des Lebens auszubreiten.

Klingt für sich erst einmal eher anstrengend und langweilig!? - Ist es jedoch nicht!

Die Worte der Menschen werden immer wieder unterbrochen von atemberaubend schönen Filmaufnahmen von Menschen und Natur, untermalt von intensiver Musik (hier merkt man bei jeder Einstellung, dass Yann Arthus-Bertrand vor allem eben auch Fotograf und Umweltschützer ist).

Und so entsteht ein Kaleidoskop der Menschheit in Wort, Emotion und Bild - ein Abbild der Menschheit im Guten wie im Bösen...

Man muss sich darauf gewiss ein wenig einlassen, aber wer das tut, wird so manches Bild und so manches Statement nicht mehr so schnell vergessen...


INTO THE FOREST

(Stand 09.17 abrufbar bei Netflix)

Ich bin ja nun zugebener Maßen ein Stück weit ein Fan-Nerd in Sachen Endzeit und Zombie-Apokalypse - egal ob im Bereich Film, TV-Serie oder Literatur.

Insofern übte "Into the forest" natürlich schon inhaltlich einen Grundreiz auf mich aus...

Worum geht es also!? - Amerika - in ganz naher Zukunft... - urplötzlich bricht die Stromversorgung zusammen. Die Schwestern Nell und Eva leben gemeinsam mit ihrem Vater in totaler Abgeschiedenheit in einer Hütte tief in den Redwood-Wäldern im Norden Kaliforniens. Die nächste Stadt ist gut und gerne 50 km entfernt. Fern der Zivilisation erreichen sie kaum Informationen über die Hintergründe des Versorgungszusammenbruchs und alles sind ohnehin nur Gerüchte. Selbst so fern der Zivilisation hat der Verlust von Strom intensive Folgen - für die Schwestern beginnt ein zehrender Kampf mit Langeweile, Hunger, Krankheit, Ängsten, Orientierungslosigkeit, Einsamkeit, Naturgewalten und dem einen oder anderen Eindringling...

"Into the forest" ist frei von Zombies und gemessen an "The Walking Dead" und Co. weitgehend frei von Gewalt. In wunderschönen Bildern und getragen von den tollen schauspielerischen Leistungen von Ellen Page und Evan Rachel Wood erzählt der Film ruhig und eindringlich vom Verlust des Alltags und dem komplette Umkrempeln des Lebens durch den Zusammenbruch nur eines elementaren technischen Faktors unserer Zivilisation. Das Haus mitten im Wald mutet so friedlich und paradiesisch an... - um so intensiver, um so erdrückender, ist es als selbst in diesem Paradies der Verlust von Zivilisationstechnik zur existenziellen Bedrohung wird...

Für mich hatte der Film beim Anschauen eine regelrechte Sogwirkung - er hätte so gerne noch weiter gehen können als der Abspann gefühlt viel zu früh kam.


GIVEN

(Stand 09.17 abrufbar bei Netflix)

Reisen ist der ganz große Schwerpunkt auf dieser Homepage und für unser persönliches Reisen in der nächsten Zeit war genau dieser Film von einschneidender Bedeutung.

Auf einer Radtour wenige Tage nach Ansicht von "Given" sagte Stephie plötzlich zu mir: "Manchmal denke ich, dass das auch genau unser Weg ist!"

Peng, das saß und kam doch etwas unerwartet, denn bei uns Zweien ist es tendenziell schon eher Stephie, der eine gewisse Sicherheit wichtig ist.

Um was geht es also bei diesem Film, der so einen Eindruck bei Stephie hinterließ!? Worum geht es in "Given"!?...

Nun, mich hatte Given im Grunde genommen schon allein deshalb, weil es auch durchaus viel ums Surfen geht und die Bilder davon klasse sind...

Ein Elternpaar, beide begnadete Surfer und (wohl schon deshalb) eng mit der Natur verbunden, brechen mit ihrem Baby und ihrem 6jährigen Sohn Given zu einer 15 Länder umspannenden Weltreise auf. Die Bilder dieser Weltreise sind einfach atemberaubend und die Idee, die Reise aus der Sicht des 6jährigen Given kommentieren zu lassen, sorgt für eine in ihrer unverstellten Klarheit wunderbaren Sicht auf die Eindrücke und Erlebnisse. Es geht dem Vater darum seinem Sohn zu zeigen wie reich, wie vielfältig und wie wundervoll diese Welt ist. Und genau das fängt der Film umwerfend ein. 

In der Filmbeschreibung auf moviepilot.de heißt es: "Given soll daran erinnern, dass es nicht schwer ist, dem grauen Alltag zu entkommen. Man muss nur sein inneres Kind bewahren und bereit sein, auch die kleinen Momente zu genießen." Diese zwei Sätze treffen den Kern von Given und meine Einstellung zum Leben perfekt. Und gottlob offensichtlich auch Stephies...

Unbedingt ansehen!


CHASING CORAL

(Stand 09.17 abrufbar bei Netflix)

Unsere Freunde, Malin und Kai, haben es mit eigenen Augen ansehen müssen... Drei Jahre nach ihrer Hochzeitsreise verschlug es sie in diesem Sommer wieder auf die Malediven und dort zum Schnorcheln auch ans identische Korallenriff. Was 2014 ein buntes Unterwasser-Paradies voller Leben war, glich 2017 einem grauen Nichts oder wie Malin es leider treffend formulierte: einem Friedhof...

In "Chasing Coral" geht es genau darum... Der nur noch von einzelnen Idioten a la Trump und AfD ignorierte Klimawandel führt zu einem Anstieg der Meerestemperatur. Als bloße Zahl wahrgenommen ist das Temperaturplus noch scheinbar moderat, aber schon dieser leichte Anstieg lässt die Korallen massenhaft sterben. Ein einzigartiges und äußerst komplexes Öko-System kollabiert. 

Die Doku ist wissenschaftlich fundiert, trotzdem spannend und keine schwere Kost. Vor allem aber sind die Vorher-, Nachher-Aufnahmen erschütternd...


I LOVE DICK

(Stand 09.17 abrufbar bei Amazon Prime)


Und heute zur Abwechslung mal eine Serie...

Das Künstlerpaar Chris und Sylvère ist schon lange zusammen. Die Beziehung ist ein wenig in die Jahre gekommen und während es bei Sylvère gerade prima läuft, stockt Chris Karriere als Filmemacherin total. Die Beiden verlassen New York fürs Erste und ziehen in das texanische Nest Marfa. Hier in der texanische Einöde wollen sie wieder zu sich und zueinander finden und Sylvère hat das Glück an der örtlichen Kunstakademie des renommierten Künstlers Dick als Stipendiat aufgenommen zu werden. Das verschlafene Nest Marfa ist voll von Cowboys und echten und verkrachten Künstlern und im Zentrum von allem steht der charismatische, widersprüchliche Dick, seines Zeichens irgendwie Künstler und Cowboy zugleich...

Der Ort und die Begegnung mit Dick hinterlassen große Wirkung und vor allem Chris dreht es regelrecht durch die Mangel - ihr neues Brief-Projekt ist entsprechend äußerst gewagt...

Ich liebe Regisseurin Jill Soloway, die schon an der wunderbaren Serie "Six feet under" beteiligt war und aktuell auch bei einer weiteren von mir geliebten Amazon-Original-Serie Regie führt - bei der queeren Dramedy "Transparent".

Wie schon bei diesen beiden Serien, sind auch in "I love Dick" die Protagonisten echte Unikate. Aber obwohl die (Anti-)Helden und die Ereignisse reichlich überdreht sind, wirken die Charaktere in all ihrer Überzeichnung doch auch erstaunlich lebensnah. Pointierte Dialoge, eine einfallsreiche Regie mit einem gewissem Hang zur Kunst und eine treffende Besetzung mit Kevin Bacon (Dick), Griffin Dunne (Sylvère) und der u.a. aus "Transparent" bekannten Kathryn Hahn kommen positiv hinzu.

I love Dick ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber ich liebe diesen kunstvollen Stil von Jill Soloway...